Neueste Erkenntnisse der medialen Zukunftsforschung beim 4. Forum Medientechnik

Eine Vielzahl an WissenschaftlerInnen folgte Anfang des Jahres dem Call for Papers des IC\M/T - Institut für Creative\Media/Technologies (vormals Institut für Medienproduktion) und reichte ihre Beiträge für das 4. Forum Medientechnik ein: gesucht waren aktuelle Ergebnisse aus der angewandten Forschung und Entwicklung, neue theoretisch-wissenschaftliche Erkenntnisse, Fallbeispiele und praxisbezogene Projekte, Formate, Dienste und Prototypen.
Vielfältiges Programm
Aus der Fülle an Einreichungen wurde ein vielfältiges Programm zusammengestellt, ganz im Sinne der Tagung, die betont interdisziplinär ist und sich für alle Bereiche der Medientechnik öffnet. So wurde die Veranstaltung auch heuer ihrer Prämisse gerecht, als Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Forschung, Entwicklung und Lehre sowie Kreativ- und Medienwirtschaft fungieren zu wollen. Ein weiteres, wichtiges Ziel der Tagung ist es, Raum zu bieten für Gespräche, Austausch und Vernetzung zwischen VertreterInnen aus Wissenschaft, Forschung, Entwicklung, Aus- und Weiterbildung als auch Fachleuten aus allen Bereichen der Kreativ- und Medienwirtschaft.
3D-Filmproduktionen, Videoanalysen, neue TV-Formate und mediale Räume
Am ersten Tag der Konferenz standen 3D-Filmproduktionen, Videoanalysen, neue TV-Formate und mediale Räume auf dem Programm. Im Folgenden einige der Vorträge:
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Martin
Holovlasky, Absolvent Medientechnik/FH St. Pölten und jetzt bei Riedel
Communications Austria GmbH tätig, beschäftigte sich in seinem Vortrag mit den organisatorischen, logistischen, kreativen und physikalischen
Grenzen welche sich bei 3D TV Produktionen ergeben. |
Matthias Zeppelzauer von der TU Wien gab Einblicke in die Videoanalyse von altem Filmmaterial auf Basis der Mustererkennung und berichtete von seiner Zusammenarbeit mit dem Filmarchiv Austria: Erkennung von Schnitten oder Zwischentiteln auf altem, beinahe zerstörten Filmmaterial ist mit dieser Methode möglich.
| Werner Jauk von der Universität Graz erläuterte in seinem Vortrag The Auditory Space – ein Embodyment als Interface in mediale Ereignisräume die Parallelität des Hörraums mit dem electronic space und erweitert diese aus den 1995ern stammende Idee auf mediale Räume des 21. Jahrhunderts. | ![]() |
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Ebenfalls mit medialen Räumen beschäftigt sich Bernhard
Leitner, 1987
bis 2005 Professor für medienübergreifende Kunst an der Universität für angewandte Kunst in Wien. In seinen Arbeiten mit Sound und Ton verwendet er diese als skulpturales Material, um Räume zu gestalten. |
| Thomas Wagensommerer, ebenfalls Absolvent Medientechnik/FH St. Pölten, Medienkünstler und Lektor für experimentelle Medien am IC\M/T untersucht den theoretischen Charakter von digitaler bzw. digitalisierter Information und welchen Wandel Digitalisierung auf die Anschauung von Informationen mit sich bringt. | ![]() |
der Frage nach, ob journalistische Inhalte in 3D in näherer Zukunft Einzug in die Fernsehanstalten halten werden oder ob dies Zukunftsmusik bleiben wird.
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Rosa von Suess, Dozentin im Department Technologie und Leiterin des Ausbildungsfernsehens c-tv berichtete über den aktuellen Stand des Forschungsprojekts NeVisET, in dem ein neues Wissensmagazin für digitale Kultur namens „tagged“ entwickelt und produziert wird. |
| Johannes Kretz präsentierte den KLANGPILOT – ein
Interface, mit dem man synthetische Sonds erzeugen kann. |
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Wechselwirkung Mensch - Maschine
Der zweite Tag widmete sich den Wechselwirkungen von Mensch und (digitaler) Maschine sowie mobilen Anwendungen. Alexander Stocker vom Joanneum Research stellte eine Applikation für Mobiltelefone vor, mit der das direkte Empfehlen von Objekten im Netz möglich wird, ohne dass zuvor eine Plattform wie Facebook oder Twitter aufgerufen werden muss.
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Mit der Überprüfung der tatsächlichen Anwendbarkeit solcher Apps für Mobiltelefone beschäftigt sich Kerstin Blumenstein, sie präsentierte einen neu entwickelten Test, mit dem die Usability von Applikationen überprüft und getestet werden kann. |
Einem noch weitgehend unterrepräsentierten Thema im Bereich der digitalen Medien widmet sich Bernadette Emsenhuber: sie ist Expertin für Olfactory HCI und beschäftigt sich mit der Möglichkeit der Synthetisierung und Analyse von Gerüchen. Den Abschluss bildete die Session „Mobile“: Jakob Doppler und Julian Rubisch, wissenschaftliche Mitarbeiter am IC\M/T, berichteten in ihrem Vortrag "Neue Metaphern im Mobile Interaction Design" über die neue Qualität und Verfügbarkeit von miniaturisierten Sensor und Aktuator-Geräten, durch die kontextabhängige und implizite Dienstleistungen in allen Arbeits- und Lebensbereichen ermöglicht werden.
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