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„Steganografie (StegIT)“ bei FFG-Sicherheitskonferenz

16.09.2010
StegIT wurde von der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) als eines der besten geförderten Forschungsprojekte im Sicherheitsbereich ausgewählt.

Die FFG-Sicherheitskonferenz findet am 19. Jänner 2011 statt.

Nach zweijähriger Laufzeit endet Ende Oktober das Forschungsprojekt StegIT, das am Institut für IT Sicherheitsforschung der FH St. Pölten durchgeführt wurde. Bei diesem Projekt wurden neue Verfahren und Prototypen zur steganografischen „Einbettung“ von Daten und zur Abwehr moderner steganografischer Angriffe industriell erforscht und dementsprechende Software entwickelt.

Daraus entstanden auch sieben wissenschaftliche Publikationen. Weiters wurde vom Ilse Arlt Institut eine Untersuchung der sozialen und gesellschaftlichen Auswirkungen durchgeführt, die in der Herausgabe eines Buches im LIT-Verlag mündete.

Was versteht man unter Steganografie?

Die Steganografie ermöglicht eine versteckte („unsichtbare“) Datenübertragung und Datenspeicherung. Einem Überwacher liegen lediglich scheinbar unverfängliche Daten vor, bei dem es sich um Bildmaterial, Audio- oder Videoaufzeichnungen oder über VoIP (Internettelefonie) bzw. Mobiltelefon geführte Telefongespräche handeln kann.

Steganografie ist besonders gefährlich in der Wirtschaftsspionage sowie in den Händen von Personen mit kriminellen oder terroristischen Absichten. Sie hat aber auch viele positive Anwendungsgebiete, wie etwa das Digital Rights Management (Rechteverwaltung von Bildern, Musik, Filmen), den verbesserten Schutz der Privatsphäre (Privacy) und Vertraulichkeit von digitalen Daten und auch dort, wo die Gefahr einer gezielten Datenlöschung besteht. Eine weitere Anwendung ist der Schutz der Vertraulichkeit von Daten in Ländern mit Kryptografie-Verboten bzw. -Einschränkungen.

Mit dem Projekt StegIT hat die FH St. Pölten eine Technologieführerschaft in der Steganografie übernommen. Es wurde eine wichtige Exzellenz im Bereich Sicherheitsforschung in Österreich aufgebaut, damit die Gefahren der Steganografie heute und in Zukunft genau eingeschätzt und durch geeignete Maßnahmen reduziert werden können.

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