Forschungsschwerpunkte
Untersuchungsgegenstände im Forschungsschwerpunkt Medien- und Kommunikationsunternehmen als Organisationseinheiten sind die Leistungs- und Finanzprozesse, Aspekte der Unternehmensführung und -steuerung sowie die Produkte und Leistungen von Medien- und Kommunikationsunternehmen als Ergebnis des unternehmerischen Handelns. Exemplarisch stellen sich Fragen nach den Kosten bestimmter Prozesse, nach den unternehmensinternen Effekten der Digitalisierung oder nach Anforderungen an entscheidungs- und steuerungsrelevante Informationen.
Die Informationswirtschaft als Branche stellt die Umgebung dar, innerhalb derer Medien- und Kommunikationsunternehmen agieren. Medien- und Kommunikationsmärkte unterliegen spezifischen gesellschaftlichen, politischen ökonomischen und auch rechtlichen Rahmenbedingungen, die einerseits Gestaltungsbereiche limitieren. Andererseits müssen geschaffene Spieregeln und gewachsene Strukturen regelmäßig hinsichtlich ihrer Effekte überprüft werden, um Handlungsempfehlungen für Entscheidungsträger ableiten zu können. Im Zuge der Digitalisierung treten zudem neue Player in etablierte Wertschöpfungsstrukturen und auch der Aktionsradius für etablierte Medien- und Kommunikationsunternehmen mag sich vergrößern. Exemplarische Forschungsfragen sind solche nach der Wirkung und Nützlichkeit von Regulierungen und Deregulierungen, nach der Rolle einzelner Player in der Informationswirtschaft oder nach Strukturen von Märkten.
In einer rezipientenorientierten Sichtweise sind die Nutzer von Medien in ihrer Rolle als Nachfrager der Erzeugnisse von Medienunternehmen, Empfänger von Kommunikation sowie auch Erzeuger von eigenen Inhalten, ihre Verhaltensweisen und Bedürfnisse von Interesse. Exemplarische Forschungsfragen thematisieren die Motivation von Rezipienten zur Nutzung bestimmter Medien, die Beschaffenheit von Informationsgütern für bestimmte Rezeptionssituationen, Zahlungsbereitschaften und Preiselastizitäten oder die Akzeptanz von innovativen Produkten und Vertriebswegen.
