Alles Gastroentero-Logisch?
Motto: "Interdisziplinär – praxisnahe – zukunftsorientiert"
Am 19. April 2010 fand zum dritten Mal an der Fachhochschule St. Pölten die Frühjahrstagung des Studiengangs Diätologie statt. Das Thema „Alles Gastroentero-Logisch?“ stieß auf großen Zuspruch. 180 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus ganz Österreich waren zur Tagung gekommen.
Einleitend unterstrich Barbara Schmid MSc. als Studiengangsleiterin für
Diätologie die Bedeutung gezielter Ernährungstherapie durch
DiätologInnen bei gastroenterologischen Erkrankungen. Neben umfassendem
ernährungsmedizinischem Fachwissen erfordert diese auch fundierte
Kenntnisse der Lebensmittelinhaltsstoffe und einsetzbarer
Spezialprodukte.
Barbara Schmid kündigte auch die nächste
Frühjahrestagung 2011 an, in deren Rahmen das 40jährige Jubiläum der
DiätologInnen-Ausbildung in St. Pölten begangen werden wird.
Namhafte Referenten und Referentinnen, u.a. aus Medizin, Psychologie, Pharmakologie und Diätologie, beleuchteten Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Die Ernährungstherapie erfordert gerade bei Patienten und Patientinnen mit gastroenterologischen Erkrankungen interdisziplinäre Zusammenarbeit. Auch die diesjährige Frühjahrstagung fand in Kooperation mit der medizinischen Fachgesellschaft, der Österreichischen Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie (ÖGGH), statt.
Prim. Univ.-Prof. Dr. Friedrich Renner, Präsident der ÖGGH und Vorstand der Abteilung für Innere Medizin am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried/Innkreis unterstrich die Wichtigkeit der exakten Diagnose von Fruchtzucker- und Milchzuckerunverträglichkeit hin.
Ein sehr eindrucksvolles Beispiel gelungener Zusammenarbeit von Gesundheitsberufen stellt das Team des „Interdisziplinären Zentrums für chronisch entzündliche Darmerkrankungen Salzburg“ dar. Es veranschaulichte die Betreuung von PatientInnen mit Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa aus unterschiedlichen Sichtweisen.
Hoch interessante Beiträge zu den Themen Histaminose, Zöliakie und künstlicher Darmausgang vervollständigten das Vormittagsprogramm.
Der Schwerpunkt am Nachmittag galt der Ernährungstherapie. Sehr praxisnahe fanden parallel in unterschiedlichen Workshops Fallbesprechungen statt. Die anschließende Ergebnispräsentation, moderiert von FH-Doz. Daniela Wewerka-Kreimel, trug dazu bei, dass so einiges „Gastroentro-Logischer“ wurde.
Beiträge zum Download
Am Ende des Artikels können Sie folgende Fachvorträge der Tagung abrufen:
(Das Copyright dazu liegt bei den einzelnen AutorInnen!)
Update bei Fruktose- und Laktoseunverträglichkeit
Prim.Univ.-Prof. Dr. Friedrich Renner, Präsident der ÖGGH
Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried/Innkreis
Was kann ein Kostaufbau leisten?
Isabella Huber, Diätologin
Bezirkskrankenhaus Kufstein
Ernährungstherapie bei Histaminosen
Karin Spiesz, Diätologin
Ernährungsmedizin - LKH Salzburg
Chronische entzündliche Darmerkrankungen - ein interdisziplinärer Weg
Mag. Anna Wenger, Psychologien / Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie - LKH Salzburg
Zöliakie - das Chamäleon der Gastroenterologie
Dr. Andreas Mayer, Gastroenterologe / Landesklinikum St. Pölten
Colostomie aus Sicht der Pflege
Gerlinde Wiesinger, DGKS, Stoma-Kontinenzberatung / Universitätsklinik für Chirurgie - LKH Salzburg

