FH Studie zeigt: Im Ernstfall fehlt oft Plan B
Österreichs ManagerInnen haben zwar ein Bewusstsein für Krisensituationen, es scheitert jedoch oft an Präventionsmaßnahmen. „Mehr als 80 Prozent der Manager gehen davon aus, dass im Krisenfall die Katastrophe bewältigt wird - aber nur 44 Prozent der Führungskräfte sind der Meinung, dass die MitarbeiterInnen dementsprechend informiert sind“, so FH-Prof. DI Johann Haag, Studiengangsleiter IT Security. „Unsere Erfahrungen zeigen, dass ohne die MitarbeiterInnen keine Krisenbewältigung stattfinden kann. Internationale Studien zeigen, dass nur zwei von fünf Firmen eine Krise überleben. Da sind, unserer Meinung nach, die ManagerInnen sehr blauäugig. Es wird sehr wenig in Aus- und Weiterbildung investiert“, ergänzt Haag.
Wenig Rücksicht auf Schwachstellen
Die Fachshochschule St. Pölten hat gemeinsam mit dem Wirtschaftsforum der Führungskräfte 99 Führungskräfte befragt und herausgefunden, dass es im Umgang mit Bedrohungsszenarien viele Schwachstellen gibt, auf die ManagerInnen nicht oder zu wenig Rücksicht nehmen. WdF-Generalsekretär Mag. Roland Graf: „18 mögliche Bedrohungsszenarien wurden in unserer Studie abgefragt, gegen sechs wurde von einer Mehrheit Maßnahmen ergriffen.“
Mehrheit setzt auf tägliche Datensicherung
Positiv sind die Ergebnisse hinsichtlich der Datensicherung: 67 % der Befragten geben an, täglich die Daten zu sichern, 80 % verfügen über Prozesse zur Daten-Wiederherstellung. Briefe und Pakete werden von
70 % an einer kontrollierten Stelle überprüft.
Test gibt Aufschluss
Die FH St. Pölten und Kaldas Consulting haben einen Test entwickelt, der Führungskräfte dabei unterstützen soll, Schwachstellen ausfindig zu machen. Zusätzlich zur Auswertung folgen thematisch zugeordnete Tipps, wie das Unternehmen besser auf kritische Ereignisse vorbereitet werden kann. Der Test steht kostenlos unter www.wdf.at zur Verfügung.


