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KIRAS-Fachtagung mit StegIT

08.03.2011
Am 19. Jänner fand in Wien die erste KIRAS-Fachtagung statt. Das Projekt StegIT der FH St. Pölten wurde von über 100 genehmigten Projekten für einen Vortrag auserkoren.

„Zwei, drei geheime Tastenkombinationen und schon spielen Sie nicht mehr Tetris, sondern unser Spiel!“ mit diesen Worten und einem verschwörerischen Blick in Richtung Publikum weihte FH-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Ernst Piller alle Teilnehmer der KIRAS-Fachtagung für Sicherheitsforschung in die Geheimnisse der Steganografie ein. Steganografiert – also versteckt – werden müssten Informationen immer öfter, so der Leiter des Instituts für IT-Sicherheitsforschung an der FH St. Pölten.

Moderne Verfahren der Steganografie und Steg-Abwehr

Durch gezielte Veränderung von Datenpaketen wird die erfolgreiche Übermittlung geheimer Nachrichten in Audio- und Bilddateien verhindert, ohne die normale Sprach- und Bildübertragung zu stören. Das ist die effizienteste, sicherste und günstigste Methode, um den unbemerkten Transfer verschleierter Botschaften – die so genannte Steganografie – zu erschweren. Im Forschungsprojekt StegIT haben Mitarbeiter der FH St. Pölten gemeinsam mit dem Bundesministerium für Landesverteidigung und dem Bundeskriminalamt erste Methoden und Verfahren ausgearbeitet, die wirksam spezifische steganografische Angriffe verhindern.

Die Fachhochschule St. Pölten beschäftigt sich seit 2007, als das erste Forschungsprojekt StegIT durchgeführt wurde, mit der Theorie und den Anwendungen der Steganografie und der Abwehr steganografischer Angriffe. Das Ziel des Folgeprojektes StegIT war es während seiner Laufzeit von 22 Monaten konkrete Verfahren und Prototypen zur Abwehr moderner steganografischer Angriffe für die Internettelefonie (VoIP) industriell zu erforschen und zu entwickeln. Damit die Abwehrmaßnahmen getestet und Schwächen optimal erkannt werden können, beschäftigte sich das Projekt auch mit der versteckten Datenübertragung in VoIP.

KIRAS

Das österreichische Forschungsprogramm KIRAS versucht das Thema Sicherheit vermehrt auf breiter Basis zu diskutieren. Das Sicherheitsforschungsprogramm wurde 2005 vom Infrastrukturministerium, als erstes nationales in der EU ins Leben gerufen. Die Projekte reichen von Hochwasserwarnsystemen bis hin zu Abwehrmaßnahmen gegen Cyber-Attacken.

http://www.kiras.at/
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