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Heißbegehrter Security Day

02.02.2012
Rund 400 SchülerInnen und LehrerInnen folgten der Einladung zum Thema IT-Sicherheit am 31. Jänner an die FH St. Pölten.
Bilder: Galerie Galerie Vortrag DI Gerald Kortschak, BSc, CMC von der sevian7 IT development GmbH Vortrag Dr. Lukas Feiler, SSCP von der WOLF THEISS Rechtsanwälte GmbH Der Nachmittag stand im Zeichen der Praxis

Beim mittlerweile 8. Security Day erfuhren die BesucherInnen in ExpertInnen-Vorträgen und Workshops, welche Bedrohungen das Web für sie darstellt und welche Spuren sie mit ihrem Handy oder Computer hinterlassen.

„Die zarten Anfänge einer überschaubaren Virenszene sind lange vorbei. Die Zahl der Angriffe hat sich massiv auf rund 50.000 neue Viren pro Tag erhöht und das Arbeiten ohne PCs und E-Mails ist beinahe unmöglich geworden“, so Josef Pichlmayr, Geschäftsführer der Ikarus Security Software GmbH, bei der Eröffnung seines Vortrages „Cyber Security – es geht uns alle an!“. 50.000 Viren könnten zwar analysiert werden, doch sei es unmöglich diese auszuwerten. Denn „als Verteidiger ist man neben einem Profi-Hacker immer nur Zweiter“. Aber nicht nur die Anzahl der Attacken und Malware explodiert, auch die Komplexität der Angriffe steigt enorm. Pichlmayr: „Der rasante Technologiefortschritt hat viele negative Konsequenzen, denen gut ausgebildete Expertinnen und Experten entgegenwirken müssen“.

„Gegen menschliche Dummheit gibt es noch keinen Patch“, so DI Gerald Kortschak, BSc, CMC von der sevian7 IT development GmbH, der in seinem Vortrag über „Social Engineering“ darauf hinwies, dass der Faktor Mensch ausschlaggebend ist, um sich Zutritt zu Systemen zu verschaffen und die Technik dabei nur als Hilfsmittel dient.
„Das Strafrecht ist in erster Linie nicht dazu da Personen zu bestrafen, sondern sie davon abzuhalten eine Straftat zu begehen. Es ist bewiesen, dass die Sicherheit der Bestrafung hoch sein muss und Computerstrafrecht hat leider nur einen geringen Abschreckungswert“, so Dr. Lukas Feiler, SSCP von der WOLF THEISS Rechtsanwälte GmbH in seinem anschließendem Vortrag.

Neben der Theorie kam auch die Praxis für die 21 Schulen aus dem Osten Österreichs nicht zur kurz. In zahlreichen Workshops von FH-ExpertInnen zu den Themen Forensik, sicherer E-Mail-Verkehr, Lockpicking und Hacker-Angriffe konnten sich die SchülerInnen praktisch versuchen. Nützliche Informationen, welche Spuren mittels Handy und Computer hinterlassen werden, wie anonym das Internet wirklich ist und was Google und Co über ihre BenutzerInnen wissen, standen ebenfalls am Programm.

„Alle Plätze im Festsaal der FH St. Pölten waren bis auf den letzten Platz gefüllt und wir konnten eine Rekordteilnahme beim diesjährigen Security Day verbuchen“, berichtet FH-Prof. DI Johann Haag, Leiter der Studiengänge IT Security und Information Security. Beim SchülerInnen-Wettbewerb „Hack4fun“ können die TeilnehmerInnen Challenges meistern und sich mit anderen SchülerInnen messen. Als Hauptpreis winkt ein Apple iPad. Anmeldeschluss ist der 15. Februar: https://h4f.fhstp.ac.at
Die Siegerehrung findet am Tag der offenen Tür an der Fachhochschule am 24. März statt.

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