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Wii wird zum Whiteboard

25.02.2009
Wir haben das erste Wii-Whiteboard für Laien entwickelt.

Jede Oberfläche wird zum großen Touchscreen

Das interaktive Whiteboard ist die moderne Tafel von heute. Es ermöglicht, PC-Inhalte für alle sichtbar auf eine beliebige Oberfläche zu projizieren und mit einem speziellen Stift den PC direkt von dieser Tafel aus zu bedienen bzw. auf der interaktiven Tafel zu schreiben. Allerdings hat diese Anwendung einen hohen Preis. Durch die Fernbedienung der Spielekonsole Wii kann kostengünstig ein Whiteboard erstellt werden. Dazu kursieren Anleitungen im Internet, die bisher jedoch nur von Leuten mit ausreichendem Fachwissen in die Realität umgesetzt werden können – der/die DurchschnittsuserIn tat sich jedoch schwer. (Die Idee dies für ein Whiteboard zu verwenden stammt ursprünglich von Jonny Chung Lee und wurde an der Carnegie Mellon University entwickelt. Auf dessen Seite (http://www.cs.cmu.edu/~johnny/projects/wii/) stellt er auch eine, in .net entwickelte, exemplarische Umsetzung zur Verfügung. Darauf basierend entstanden dann einige Projekte die die Umsetzung praktikabler und plattformunabhängiger machten.)
Als geeignetsten erwies sich eine Java-Implementierung von Uwe Schmidt (http://www.uweschmidt.org/wiimote-whiteboard), die plattformunabhängig und quelloffen zur Verfügung stand. Darauf basierend wurde eine "OneClick"-Lösung entwickelt.

Free Download

Das von den Experten der FH St. Pölten entwickelte Wii-Whiteboard ist einfach einsetzbar und überall verwendbar. Die dazu entwickelte Software sowie eine Aufbauanleitung stehen unter http://wiiwhiteboard.fhstp.ac.at zum freien Download zur Verfügung.

Simple Funktionsweise

Die Funktionsweise des interaktiven Whiteboards mittels Wii ist mit den notwendigen Tools relativ simpel, wie Projektleiter DI (FH) Klaus Temper erklärt: "Alles was man zur Erstellung des Whiteboards benötigt, ist die Wii-Fernbedienung mit eingebauter Infrarot-Kamera - die auch separat von der Spielekonsole Wii günstig erhältlich ist -, einen Beamer sowie einen Infrarot-Stift, der relativ schnell selbst gebastelt werden kann. Das Whiteboard funktioniert so, dass der Infrarot-Stift auf der projizierten Fläche zum Einsatz kommt. Der Infrarotsensor der Wii-Fernbedienung ist in der Lage, Infrarotlichquellen - und damit auch den Infrarotstift - zu erkennen und zu verfolgen. Die Wii-Fernbedienung selbst ist wiederum per Bluethooth mit dem PC verbunden. Um die Verarbeitung der Daten kümmert sich schließlich die von uns zur Verfügung gestellte Software." Diese Software ist eine "One-Click"-Lösung und macht es dem/der DurchschnittsuserIn sehr einfach. Denn mit einem Klick kann die Whiteboard-Funktionalität gestartet und sofort verwendet werden. Ebenso ermöglicht die Software, die Einstellungen der Whiteboard-Installation in verschiedenen Räumen zu speichern.
wii illustration

Auf dem Bildschirminhalt zeichen

Zusätzlich enthält die Software ein "Präsentationstool", wie DI (FH) Temper erläutert: "Normalerweise ist es möglich, den interaktiven Bildschirm mit dem Infrarot-Stift wie mit einer Maus zu bedienen oder damit wie auf einer leeren Fläche zu schreiben oder zu malen. Unsere Software ermöglicht es darüber hinaus, jeden beliebigen Bildschirminhalt einzufrieren und auch darauf wie auf einem Blatt Papier zu zeichnen. Somit kann man sich auf dem Whiteboard in Programmen wie Photoshop, Word oder Excel kreativ austoben."

Testmöglichkeit

Die nächste Möglichkeit, das Wii Whiteboard zu testen, ist an unseren Tagen der offenen Tür am 20. und 21. März 2009, von 9 bis 16 Uhr.

Kontakt

DI (FH) Klaus Temper

Institut für Medieninformatik

T: 02742 / 313 228 - 616

E: klaus.temper@fhstp.ac.at

 

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