Study Abroad an der Auckland University of Technology
Ein Auslandssemester in Neuseeland, das klingt nach beeindruckenden Landschaften, vielen Schafen, Hobbits, und einem aufregendem Abenteuer. Doch es ist noch viel mehr als das…
Von Juli bis November 2011 verbrachte ich ein Study Abroad Semester an der Auckland University of Technology (AUT). Immer schon begeistert von neuen Kulturen, und bestrebt darin, meinen Bildungshorizont durch einen solchen Auslandsaufenthalt zu erweitern, stand für mich schon bald fest, dass ich dieses Vorhaben im Rahmen meines Bachelorstudiums an der Fachhochschule St. Pölten realisieren wollte. Neuseeland übte als Schauplatz vieler großer Filme, durch die große Entfernung, und natürlich nicht zuletzt durch das attraktive Studienangebot an der AUT eine besondere Anziehungskraft auf mich aus, und diese wurde rückblickend nicht enttäuscht.
"Nur" vier Kurse?
Schon die Wahl der Kurse im Frühjahr 2011 lies große Vorfreude aufkommen. Letztendlich habe ich in Absprache mit Studiengangsleiter FH-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Alois Frotschnig ein Kursportfolio, ähnlich jenem an der FH, zusammengestellt. Vorab war das Erstaunen groß, da es an der AUT, wie an vielen ausländischen Unis, üblich ist pro Semester „nur“ vier Kurse zu belegen, eine Anzahl die mir im Vergleich zu meinen bisherigen Semestern sehr gering vorkam. Wie sich gezeigt hat ist der Lern- und Arbeitsaufwand der einzelnen Kurse hier um einiges höher, der positive Abschluss eines „Papers“ setzt meist zwischen 3 und 4 fertiggestellten Projekten und/oder schriftliche Examen voraus. Somit ist der Begriff Vollzeitstudent mit diesen vier Kursen völlig gerechtfertigt.
Im Rahmen meiner ausgewählten Lehrveranstaltungen „Advertising Creativity“, „Moving Image Production 2“, Photography“, und „Adanced Digital Video“ konnte ich sehr ausgiebig meine bisher erlernten Fähigkeiten vertiefen und mir vor allem auch viele neue Kenntnisse aneignen. Von der Produktion eines Musikvideos oder Filmtrailers, zu der Erstellung von Fotoportfolios, und der Entwicklung von Werbekampagnen wurde ein sehr breites Spektrum der Medienproduktion abgedeckt.
Unterschiede zur Fachhochschule
Doch nicht nur die unterschiedlichen Lehrveranstaltungen, sondern speziell die Umstellung von einer vergleichsweise kleinen österreichischen Fachhochschule zu einer sehr großen neuseeländischen Universität brachte viele neuen Erfahrungen mit sich. Auch aufgrund der Größe der Institute ist das Studium an der AUT sehr dezentral organisiert, was einerseits oft mehr Zeitaufwand und größere Wartezeiten, andererseits aber vor allem eine schwierigere Koordination bei großen Projekten bedeutet. So mussten für größere Projekte oft Unterlagen, Genehmigungen und Equipment von vier oder mehr verschiedenen Departments organisiert werden. Für Studierende der AUT ist dies aber wenig außergewöhnlich, und ich denke so nervenaufreibend diese Organisation manchmal sein konnte, war sie dennoch ein wichtiger Teil dieser Erfahrung, und man lernt perfekte Planung und gute Zusammenarbeit im Team noch mehr zu schätzen.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass dieses Study Abroad Semester eine wichtige und wertvolle Erfahrung war, welche mich nicht nur in der Perfektionierung der englischen Sprache weiter gebracht hat, sondern mich vor allem eine Vielzahl an wichtigen Kenntnissen für den späteren Berufseinstieg in der Filmindustrie gelehrt hat. Einen großen Dank möchte ich hier nochmals an die FKTG aussprechen, welche durch ein großzügiges Stipendium bei der Finanzierung meines Vorhabens sehr geholfen haben. Mein Dank geht auch an FH-Prof. Dipl.-Ing.(FH) Thiemo Kastel und Dipl.-Ing. Lars Oertel für die Unterstützung bei der Bewerbung um dieses Stipendium.
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