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Ars Electronica 09 – HUMAN NATURE

31.08.2009
Im Rahmen des diesjährigen Ars Electronica Festivals 09/Human Nature übernehmen Studierende, wie auch schon im letzten Jahr, eine aktive Rolle.

Ein engagiertes, interdisziplinär agierendes Team der FH St. Pölten vom Institut für Medienproduktion wird auch dieses Jahr von 3. bis 8. September 2009 in Linz bei der Ars Electronica – dem weltweit wichtigsten Festival für digitale Kunst, Technologie und Gesellschaft, bei dem sich internationale Spitzen der Medienkunst und Medientechnik einfinden - mit spannenden Projekten vor Ort sein.

Das Team setzt sich aus Studierenden der Studiengänge Medientechnik, Telekommunikation und Medien, Soziale Arbeit und Medienmanagement zusammen und wird im Linzer Brucknerhaus sein transdisziplinär-integratives Medienlabor errichten.

Unterstützt und begleitet werden die Studierenden von FH Dozent Mag. Markus Wintersberger/Projektleiter fhSPACEtv im Institut für Medienproduktion, FH Prof. DI Hannes Raffaseder/Leiter Institut für Medienproduktion, FH-Dozent Mag. Alois Huber/Leiter Campus Radio, FH Dozent DI (FH) Thiemo Kastel/Institut für Medienproduktion und FH Dozent Markus Seidl, Bakk./Institut für Medieninformatik.

Sozial media enviroment teaching and documentation

Hauptaufgabe des Teams ist es, das Festivalgeschehen der heurigen Ars Electronica dokumentarisch zu begleiten. Ausgewählte Szenarien werden von Kleingruppen mittels Audio/Bild/Video eingefangen: Performances, Künstlerinterviews, Hintergrundberichte etc. Ziel ist es, tagesaktuelle Informationen über intelligente und sehr einfach bedienbare Schnittstellen sowohl an die BesucherInnen des Festivals als auch an Personen, die nicht vor Ort sind, zu übermitteln. Ein eigener Weblog, http://festivalblog09.aec.at, wird laufend mit aktuellen Beiträgen der Studierendenteams gefüllt, zusätzlich werden diese Informationen durch individuelle Botschaften und Kommentare, die von BesucherInnen spontan gepostet werden, angereichert und sind jeder Zeit und allerorts abrufbar.

Diese spannende Projektarbeit der FH St. Pölten in Kooperation mit der Ars Electronica thematisiert und reflektiert die in den letzten 30 Jahren massiv vorangegangene Durchdringung und Durchmischung unserer Lebenswelt mit medientechnologischen Anwendungen.

Eintauchen in den Datenstrom

Die rasante Geschwindigkeit, mit der sich diese Entwicklungen vollzogen haben, macht es nötig, sich dessen auch immer wieder Gewahr zu werden, inne zu halten und den Blick konzentriert diesen Phänomenen zuzuwenden. Die Studierenden selbst sind auf Grund ihrer Altersstruktur in dem konkreten Zeitfenster der letzten 30 Jahre aufgewachsen und mit diesen Bedingungen nahezu „evolutionär“ vertraut und deshalb befähigt, mit dieser komplexen Medienweltstruktur positiv-zukunftsgerichtet umzugehen.

Der uns allumfassend umgebende Datenstrom ist existent, durchwebt und vernetzt uns in jeder Millisekunde mit neuen Informationen. Ein unsichtbares Gewebe umspinnt uns, spinnt uns nahezu ein in einen Kokon aus Bildern, Zeichen, Zahlen, Tönen, Zeiten, Räumen, Gedanken und Erinnerungen. Dieses Gewebe ist einerseits bereits massiv spürbar und wird andererseits auf Grund seiner Permanenz vielerorts als starke Bedrohung empfunden. Die Bewusstheit all dieser Tatsachen befähigt uns wiederum zu eigenständiger Reflexion, Einsicht in bis jetzt uneinsichtige Prozesse sowie kritische Reflexion des eigenen als auch des jeweilig anderen Standpunktes.

Gerade die Anwesenheit von Studierendenteams in realen Produktionsabläufen, wie sie im Rahmen der Ars Electronica 2009 exemplarisch der Fall ist, schafft eine luxuriöse Live-Präsenz und dadurch eine nahezu direkte Vermittlung von Inhalten, die nicht mehr angeboten werden müssen sondern sich in diesen Zusammenhängen nahezu von selbst anbieten. Der Lehrraum öffnet sich somit hin zur Realität, der geschlossene, institutionelle Raum wird in den öffentlichen Raum erweitert und für viele Personen zugänglich und einsichtig gemacht. Lehre und Lernen als Vermittlungsprozess im öffentlichen Raum wird damit zu einer transparenten Erscheinung von Kunst im öffentlichen Raum.

Lehre, Forschung und Vermittlung produziert und zeigt sich.

Lehre, Forschung und Vermittlung versucht sich dadurch wieder verständlich zu machen.

Mehr Infos

Unter Verwendung von Auszügen aus dem Katalogtext zur Ars Electronica 09 / Human Nature von Markus Wintersberger

Bildcollagen: Markus Wintersberger

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