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Exzellente Diplomarbeit als Buch veröffentlicht

03.12.2009
Die Diplomarbeit über Funktionen, Wirkungen und mögliche Kategorisierungen von Medienmusik von DI Julian Rubisch ist auch Grundlage des Forschungsprojekts GeMMA.

Internationale Größe als Betreuer

Basis dieser wissenschaftlichen Buchveröffentlichung  ist die gleichnamige, herausragende Diplomarbeit von Julian Rubisch „Generative Music for Media Applications: An Evaluation of Algorithmic Composition Strategies to Enhance the Media Production Process““,  mit der er im Jahr 2008 das Masterstudium Telekommunikation und Medien an der FH St. Pölten mit Auszeichnung abschloss. Betreut wurde die Arbeit von Dr. Martin Parker, selbst Sound Designer und Komponist sowie Leiter des Masterstudiengangs Sound Design an der University of Edinburgh.

Ein Tool für die automatisierte Generierung von Medienmusik

Das Finden oder Komponieren passender Medienmusik (etwa für Image-Videos, TV-Sendungen, Computerspiele, etc.) stellt oftmals eine übergroße Herausforderung für Medienschaffende dar.  Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, ein Tool zu entwickeln, das die automatisierte Generierung von Medienmusik ermöglicht und in der Lage ist, musikalisch interessante, lizenzfreie und dennoch abwechslungsreiche Tonspuren hervorzubringen.

Rubisch untersuchte Funktionen und Wirkungen von Medienmusik, um in weiterer Folge mögliche Kategorisierungen zu entwickeln. In seiner Arbeit verknüpft er aktuelle Forschungsfragen aus der Medieninformatik mit Aspekten der Mediengestaltung und Medienproduktion, etwa der  Frage nach der musikalischen  Repräsentation von Emotionen und Stimmungen. Ein weiteres Untersuchungsfeld befasst sich mit aktuellen Methoden der algorithmischen Komposition und generativer Musik unter Verwendung von Ansätzen aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz.

Forschungsprojekt GeMMA

Die von Rubisch in seiner Arbeit behandelten Ideen und Fragestellungen werden nun seit Mai 2009 im Forschungsprojekt „GeMMA“ an der FH St. Pölten weiter entwickelt. Ein Team des Instituts für Medienproduktion, dem auch Julian Rubisch angehört,  widmet sich derzeit u. a. einer umfassenden theoretischen Untersuchung von Kategorien und Designrichtlinien für Medienmusik. Demnächst sollen Wirkung, Funktion und Bedeutung von Medienmusik in umfassenden Hörtests untersucht und die Erkenntnisse für die Praxis nutzbar gemacht werden. Aufbauend auf den Ergebnissen der ersten Projektphase soll eine Software programmiert werden, die nicht nur die Auswahl passender Medienmusik entscheidend vereinfacht, sondern auch (teil)automatisiertes Komponieren ohne tiefgehendes musikalisches Wissen anhand von emotionalen und/oder semantischen Parametern ermöglichen soll. Das Projekt läuft bis 2012 und wird von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG im Rahmen des Förderprogramms COIN unterstützt.

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