Sounddesign für Universum Dokumentation
Seit seinem Praktikum arbeitet Bernd Dormayer studienbegleitend bei Blautöne, einem der führenden Wiener Postpro Tonstudio. Der Student im Studiengang Digitale Medientechnolgien (vormals Telekommunikation und Medien) wirkte nun beim Sounddesign für die Universum-Dokumentation über den Vulkan Mount St. Helens mit, die im ORF ausgestrahlt wurde.
Vertonung und Mischung
Die Anforderungen an Bernd Dormayer und seine Kollegen waren die „komplette Vertonung und Mischung der Sendung“. „Meine Kollegen Thomas Kathriner (Mix) und Michael Plöderl (Mix und Sounddesign) und ich verantworteten Foleyaufnahmen, Sounddesign, Sprachaufnahmen auf Englisch und Deutsch, Editierung, Tonschnitt, Surround und Stereomischung plus Ausspielung für die diversen Fernsehstationen (national und international). Ich selbst war Foleyartist und habe auch das Sounddesign gemeinsam mit meinem Kollegen Michael Plöderl gemacht“, so Dormayer. Bis auf die O-Töne der Interviews und Kleinigkeiten wurde die gesamte Sendung komplett im Studio vertont.
Taschenratte und Vulkanausbruch
Tiergeräusche waren für den Foleyartist Bernd Dormayer „eine besondere Herausforderung“. Wichtig war es, die Tiergeräusche möglichst „realistisch zu halten und nicht comichaft wirken zu lassen“. Als persönliches Highlight bezeichnet er „die Foleys und die Vertonung der Taschenratte, dem wichtigsten Charakter der Dokumentation.“ All die Bewegungen des Tieres, Schmatzer und Laute wurden mit Stimme, Fingern und „allen möglichen Utensilien wie Ästen, Stroh und Steinen“ nachvertont. Aufgrund der schnellen Bewegungen des Tieres, erforderte diese Umsetzung besonders hohe Konzentration, die Foleys so schnell und trotzdem synchron zum Bild zu machen.
Die Vulkan- und Unterwasserszenen waren im Bezug auf Sounddesign „sehr spannend“. Das Team konnte sich bei den Ausbruchszenen bei der Surroundversion so richtig austoben. „Da wurde es dann schon richtig laut!“
Viel Erfahrung, „riesiger Spaß“
Der Zeitrahmen für das Sounddesign und die Foleys waren für etwa zwei Wochen bemessen, die „groben Vorbereitungen“ starten schon früher. Meetings mit den Regisseuren J. Daniel Hissen und Heinz Leger waren „entscheidend und wichtig für die Arbeit“. Das Team erhielt während des Projekts laufend Feedback, was die Qualität „nach oben trieb“. Bernd Dormayer über sein persönliches Résumé: „Die Erfahrungskurve bei diesem Projekt war enorm und es hat riesigen Spaß gemacht.“
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