Motex

Im Rahmen des Projektsemesters entwickelten fünf Studierende „Motex – Virtual Reality Driving”, eine Prototyp Software für einen Fahrschulsimulator.

Motex ist ein Virtual Reality Fahrschulsimulator, der FahrschülerInnen beim Erlernen des Verkehrssinnes unterstützen und eine hochwertigere und moderne Ausbildung ermöglichen soll. Die SchülerInnen fahren nicht durch eine monotone Simulation, sondern erleben eine lebendige virtuelle Welt, unterstützt durch verschiedene Gamification und Edutainment Elemente. Im Rahmen einer bestimmten Aufgabe und Story werden die FahrschülerInnen durch die Stadt geführt und werden auf dem Weg mit verschiedenen, zufällig auftretenden, Situationen konfrontiert. Der Simulator spielt dabei die Rolle des Fahrlehrers und versucht die UserInnen bei der Fahrt zu unterstützen, durch die Stadt und Story zu führen und auf Fehlverhalten hinzuweißen. Dadurch können die FahrschülerInnen aus Fehlern lernen und ihre Erfahrungen im wirklichen Straßenverkehr einsetzen, um kritische Situationen besser einschätzen zu können.

Motex ist, anders als andere Fahrschulsimulatoren am Markt, kein Ersatz für bestehende Lernprozedere sondern versteht sich als Zusatz und Ergänzung zum regulären Fahrschulbetrieb. In der Simulation werden besonders Ereignisse und Situationen trainiert, welche in der echten Welt nicht trainiert werden können oder deren Training zu gefährlich oder zu aufwendig wäre. Außerdem bietet Motex FahrschülerInnen eine weitere Möglichkeit, Erfahrung zu sammeln und ein Gefühl für das Fahren im Straßenverkehr zu bekommen und so die Angst vor der ersten Fahrt unter realen Bedingungen zu nehmen. Ob plötzlich auftretender Nebel, ein Geisterfahrer oder ein Kind welches über die Straße rennt – die Möglichkeiten der Virtuellen Realität sind nahezu grenzenlos.

Geschäftsidee

Während der Führerscheinausbildung kann der Simulator als zusätzliche kognitive Lernmethode eingesetzt werden. Insgesamt vier verschiedene Levels können zurzeit befahren werden:

  • Ein fiktiver Parkplatz mit Hindernissen und Übungen
  • Der detailgetreue Fahrübungsplatz der Fahrschule Sauer, bei dem der erste Teil der Führerscheinprüfung simuliert wird
  • Eine Monstertruck Strecke, als spaßiger Zeitvertreib
  • Die zehnminütige Stadtstrecke durch St. Pölten mit anderen Verkehrsteilnehmenden, Ampelsystemen und Verkehrszeichen

Die FahrschülerInnen können den virtuellen VW Polo wie ein echtes Fahrzeug steuern; ein Lenkrad, drei Pedale und eine Gangschaltung sind im Simulator verbaut. Das Bewegen des Kopfes mit der Oculus Rift ermöglicht eine 360-Grad-Rundumsicht. Mit Hilfe der Leap Motion können FahrschülerInnen ihre eigenen Hände sehen. Dies soll dabei helfen, sich in der virtuellen Welt wohler zu fühlen und Eingaben leichter zu tätigen.

Aufgabenverteilung

Das Team, bestehend aus drei Verantwortlichen für Programmierung und zwei für Design, hat die Konzeption und Überlegung gemeinsam erstellt.  Der Bewegungssimulator wurde von der HTL St. Pölten gebaut. Die Software und die Ansteuerung fertigte das Projektteam selbst an. Das ganze Produkt wurde mit Hilfe der Unity3D Engine programmiert und sämtliche Modelle in Blender modelliert. Zur kontinuierlichen Verbesserung der Software wurden bereits ca. 150 Usertests durchgeführt, mit denen die persönliche Meinung der Zielgruppe erhoben wurde.

Team

  • Shadja El Aeraky, BSc
  • Peter Kopciak, BSc
  • Patrick Kolar, BSc
  • Daniela Hellmann, BSc
  • Matthias Dollfuss, BSc

Referenzen

Fahrschule Sauer

Links