St. Poelten University of Applied Sciences

Benchmark Train Driver Directive

#Bahntechnologie und Management von Bahnsystemen (MA) #Bahntechnologie und Mobilität (BA) #Carl Ritter von Ghega Institut für integrierte Mobilitätsforschung

Im Jahr 2007 wurde eine EU Richtlinie über die Zertifizierung von Triebfahrzeugführern, die Lokomotiven und Züge im Eisenbahnsystem in der Gemeinschaft führen, an die einzelnen Mitgliedsstaaten versendet. Im Auftrag der UIC , sollen in diesem Projekt die Fortschritte der Umsetzung in den einzelnen Mitgliedsstaaten erhoben und ausgewertet werden.

Im Jahr 2007 wurde die RICHTLINIE 2007/59/EG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 23. Oktober 2007 über die Zertifizierung von Triebfahrzeugführern, die Lokomotiven und Züge im Eisenbahnsystem in der Gemeinschaft führen, von der EU an die Mitgliedsstaaten versendet.

Die Richtlinie im Detail

Ziel dieser Richtlinie ist es, die sehr unterschiedlichen Ausbildungsinhalte für den Erwerb des jeweils national gültigen Lokführerscheines (Befähigungsnachweis zum Führen von Triebfahrzeugen) zu vereinheitlichen. Die Richtlinie soll in Zukunft ebenfalls als Grundlage für den europäischen Lokführerschein dienen. Diese Vereinheitlichung soll in naher Zukunft, ähnlich wie im Flugverkehr, einen länder- und sprachübergreifenden Triebfahrzeugführereinsatz ermöglichen. Speziell in Anhang 4 dieser Richtlinie wird auf die einzelnen Ausbildungsthematiken und Lernmethoden eingegangen.

Zusammenarbeit mit der UIC

In Zusammenarbeit mit der UIC wird nun an der FH St. Pölten im Kompetenzfeld Schienenverkehr ein Fragebogen erstellt, welcher europaweit an die verschiedenen nationalen und privaten Bahnen versandt wird um den bereits erzielten Fortschritt in der Umsetzung der obigen Richtlinie abzufragen. Ziel ist es die einzelnen Schwerpunkte in der Ausbildung, zum Beispiel den Anteil der Ausbildung an einem Fahrsimulator, in Bezug auf die Gesamtausbildungsdauer abzufragen und diese infolge im Detail zu analysieren.
Interessant wäre zum Beispiel die Ausbildungsdauer von TriebfahrzeugführerInnen im Personenverkehr oder im Güterverkehr tätig sind, oder die beide Verkehre abwickeln, zu vergleichen. Unterschiede können sich zum Beispiel durch variierende Längen der einzelnen Ausbildungsmodule ergeben.

In der Woche vom 24. bis zum 26. April 2013 findet an der FH St. Pölten der 2. Weltkongress über Ausbildungen bei Eisenbahnunternehmen, der WCRT2013 statt. Bei den Vorträgen stellen die ReferentInnen zukünftige Ausbildungsmethoden vor. Auch Analysen zu bereits durchgeführten Anpassungen von neuen Ausbildungsschwerpunkten bei europäischen Bahnen werden den BesucherInnen veranschaulicht. Im Zuge dieser Veranstaltung werden auch die Ergebnisse und Analysen dieses Projektes des Kompetenzfeldes Schienenverkehr präsentiert.