CargoRider – Per Schiff die Welt entdecken

#Carl Ritter von Ghega Institut für integrierte Mobilitätsforschung #Institut für Creative\Media/Technologies #Institut für Medienwirtschaft #Nationale Drittmittel #Interdisziplinäres Projekt

Das Projekt CargoRider entwirft eine Alternative für das Reiseverhalten einer jungen, aktiven und interessierten Zielgruppe und überprüft dessen Umsetzbarkeit. Im Unterschied zu den bisher angebotenen Frachtschiffreisen soll CargoRider nach dem Interrailmodell preislich erschwinglich sein und eine hochflexible Reiseplanung ermöglichen.

Nachhaltiges Reisen für eine junge Zielgruppe


Die Langstreckenreise liegt im Trend, denn Urlaub und Erholung gehen immer mehr einher mit weiten Reisewegen. Diese werden dabei fast ausschließlich mit dem Flugzeug zurückgelegt. Reisen mit dem Schiff existieren fast nur mehr im Luxussegment und sind selten geworden, die riesigen schwimmenden 5-Sterne-Hotels sprechen eher gut situierte und ältere Menschen an. Dabei ließe sich eigentlich auch bei jungen Menschen Zeit und Abenteuerlust für eine langsame Entdeckung der Welt finden.

CargoRider – Interrail mit dem Schiff

Im Rahmen des Forschungsprojekts CargoRider wurde ausgelotet, ob eine Alternative zum Flugverkehr, vergleichbar mit der Interrailplattform im Bahnsektor, vor alle für junge Menschen aufgebaut werden kann. Im Unterschied zu den aktuell angebotenen Frachtschiffreisen soll CargoRider preislich für diese junge, aktive Zielgruppe erschwinglich und bei der Reiseplanung hochflexibel sein. Zudem baut das Konzept auf dem Nachhaltigkeitsparadigma auf, da die Routen im Gegensatz zu herkömmlichen Flug- und Kreuzfahrtreisen in Abstimmung mit einer der Reisebranche verwandten Geschäftstätigkeit durchgeführt werden.

Umsetzung und Ausgestaltung

Im Zuge einer Sondierung wurde das vorgeschlagene Projekt auf seine Durchführbarkeit hin untersucht. Umsetzungshürden wurden ausgelotet, die Bereitschaft von Reedereien und Schiffseignerinnen und -eignern zur Kooperation erhoben und auf der Basis einer umfassenden Sondierung in der entsprechenden Zielgruppe anschließend ein grundlegendes Konzept für die Webplattform mit zielgruppengerechter Interaktion und Visualisierung skizziert und auf Umsetzbarkeit und Finanzierbarkeit hin überprüft.

Eine webbasierte Plattform erleichtert anhand computergestützter Aufbereitung der Dateien die Buchung und fungiert als Schnittstelle zu anderen öffentlichen Verkehrsträgern oder Mitfahrbörsen. Eine Social-Media-Komponente macht Reiseberichte, Erfahrungen und Erlebnisse für eine ganze Community zugänglich. Intuitive Bedienung und leicht verständliche Visualisierung der Informationen schaffen in Verbindung mit minimalen technischen Anforderungen eine niedrige Einstiegsschwelle für das Service und erhöhen die potenziellen Marktchancen.

Die Sondierung hat gezeigt, dass das Service nicht nur rechtlich und technisch durchführbar ist, sondern auch für eine ganz konkrete Zielgruppe attraktiv erscheint. Der skizzierte Businessplan hat als Nischenprodukt durchaus Chancen und stößt auf breites Interesse.

Berichterstattung 

FH-News, 

Die Presse, 28.10.2016: „Interrail auf dem Wasser