GAAS: Gesundheitskompetenz bei Jugendlichen

#Institut für Gesundheitswissenschaften #Diätologie (BA) #Interdisziplinäres Projekt #Nationale Drittmittel #Nationales Kooperationsprojekt

Projekt zur Förderung der Gesundheitskompetenzen von Jugendlichen, die sich nicht in Ausbildung, Arbeit oder Schulung befinden.

  • Projektleitung:
    Dr. Elisabeth Höld
  • MitarbeiterInnen:
    FH-Prof. Mag. Gabriele Karner, MBA
    FH-Prof. Anita Kidritsch, PT, MSc
    FH-Prof. Mag. Dr. Michaela Moser
    Mag. Claudia Winkler, BSc
  • Externe MitarbeiterInnen:
    Katharina Klausburg, BSc, MSc

    Studentische MitarbeiterInnen des Bachelor Studiengangs Diätologie:
    Stefanie Gstöttinger, Julia Kienler, Melanie Kormann, Ramona Sampl, Julia Taferner

    Studentische MitarbeiterInnen des Bachelor Studiengangs Physiotherapie:
    Benjamin Frei, Markus Gram, Daniel Heinzl, Thomas Illetschko, Inga Koch

    Studentische MitarbeiterInnen der Studienrichtung Ernährungswissenschaften (Universität Wien):
    Silvia Deneva, Corinna Dorfer, Renate Hoffmayr, Veronika Horn, Julia Kimeswenger, Tanja Lichtenberger
  • PartnerInnen:
    Ass.-Prof. Dr. Petra Rust, Universität Wien, Department für Ernährungswissenschaften
    DSA Susanne Fuhs, MDes, Nordrand Mobile Jugendarbeit
    Walter Wörz, spacelab – Produktionsschule Wien
    Kirsten Akrivou, spacelab – Produktionsschule Wien
  • Finanzierung:
    Fonds Gesundes Österreich
  • Laufzeit:
    01.09.201528.02.2018
  • Kategorie:
    Interdisziplinäres Projekt
    Nationale Drittmittel
    Nationales Kooperationsprojekt
  • Projektstatus:
    laufend
Das GAAS-Team der FH St. Pölten

Jugendliche im NEET-Status (= not in education, employment or training) zählen häufig zu sozial benachteiligten und/oder bildungsfernen Bevölkerungsgruppen und sind von gesundheitlicher Chancenungerechtigkeit besonders betroffen. In Österreich, wo dieser Indikator die Altersgruppe der 16- bis 24-Jährigen berücksichtigt, zählten in den Jahren 2006 bis 2011 im Durchschnitt 8,6% (78.000) zu den Jugendlichen im NEET-Status. Obwohl die Gruppe sehr heterogen ist, sind die physischen und psychischen Gesundheitsprobleme der Betroffenen vergleichbar. Zu ihrem Ernährungs- und Bewegungsverhalten gibt es nur limitierte Daten. Diese weisen allerdings auf eine verbesserungswürdige Situation hin. Demgegenüber stellt die Jugend eine wichtige Phase dar, um positive Veränderungen in Verhaltensweisen zu induzieren und in weiterer Folge chronische Krankheiten zu reduzieren.

Die Ziele des Projekts

  • Die teilnehmenden Jugendlichen sind nach Projektende in ihren Gesundheits- und Ernährungskompetenzen gestärkt und können ihren Ernährungsalltag aktiv gestalten.
  • Nach Projektende steht ein jugendspezifisches Produkt zur Ernährungskommunikation zur Verfügung.
  • Die teilnehmenden BetreuerInnen haben nach der Lehrgangsteilnahme ein größeres Ernährungswissen und können ihre Organisation gesundheitsförderlicher gestalten.
  • Nach Projektende ist ein ernährungsspezifischer Lehrgang für Personen mit psychosozialer Grundausbildung etabliert.

Die Methode

Die Projektinhalte basieren auf den Ergebnissen zweier Vernetzungsveranstaltungen mit Steakholder in Wien und St. Pölten. Dabei haben sich drei Schwerpunkte rund um das Thema Ernährung und damit assoziierten Aspekten wie Bewegung und Psychologie ableiten lassen. Diese werden im Rahmen des Projektes verfolgt:

Intervention mit den Jugendlichen und deren BetreuerInnen über einen Zeitraum von sechs Monaten an fünf Standorten (vier in Wien, einer in St. Pölten)

Thematisch wird der Schwerpunkt auf Ernährung liegen, es werden aber auch die Bereiche Bewegung und psychische Gesundheit (z. B. Körperwahrnehmung, Stressreduktion, Essstörungen) bearbeitet. Diese Intervention wird je nach Standort in existierende Strukturen eingebettet und/oder als ein neues Angebot implementiert. So werden Ernährungsverhalten und -wissen bei den Jugendlichen und deren Betreuungspersonen in praktischen Ansätzen gestärkt sowie bestehende Angebote und Strukturen aus gesundheitsförderlicher Sicht optimiert. Jeder Standort wird von je einer/m Studierenden der Ernährungswissenschaft, der Diätologie und teilweise der Physiotherapie betreut. So wird Kontinuität und auf Grund des Alters der Studierenden ein Peer-to-Peer-Ansatz verankert.

Sowohl Ablauf als auch Inhalte basieren auf den Ergebnissen der Vernetzungsveranstaltungen (z. B. keine klassische Vorträge) und werden mit den Standorten und den Zielgruppen spezifisch weiterentwickelt. Begleitend zu dieser Intervention werden zielgruppengerechte Social Media Kanäle zur Kommunikation und Motivation der Jugendlichen eingesetzt.

Partizipativ entwickeltes Produkt zur Ernährungskommunikation

Dieses auf der Intervention basierende Produkt soll auch nach Projektende verschiedensten Organisationen zur Verfügung stehen, sodass Ernährungsinformationen leicht und unterhaltsam an die Zielgruppe weitergegeben werden können.

Entwicklung eines ernährungsspezifischen Lehrgangs (10 ECTS) für Personen mit psychosozialer Grundausbildung

Der Lehrgang wird in Kooperation mit dem Department Soziales der FH St. Pölten entwickelt, in Wien und in St. Pölten verschränkt durchgeführt, evaluiert und weiterentwickelt. Der Lehrgang wird berufsbegleitend angeboten. Durch den Einsatz von innovativen Lehrmethoden wird die Präsenzzeit niedrig gehalten. Die TeilnehmerInnen stammen bevorzugt aus den kooperierenden Einrichtungen sowie aus weiteren Organisationen, mit welchen im Rahmen der Vernetzungsveranstaltungen bereits Kontakte geknüpft wurden. Nach Projektende bleibt der Lehrgang weiter bestehen und stellt zudem eine Möglichkeit des Transfers in andere Settings dar.

Weiterführende Informationen

Nähere Informationen sind auf der Projektwebsite zu finden.

ProjektpartnerInnen

Projekt GAAS_Logos_Projektpartner

Externe Evaluation

Das Projekt wird begleitet und evaluiert von Mag. Ulrike Garstenauer und Mag. Dr. Maria Maislinger-Parzer (FH Salzburg, Zentrum für Zukunftsstudien).

 Projekt GAAS_Logo_Evaluatoren

Mitglied der Österreichischen Plattform Gesundheitskompetenz (ÖPGK)

Projekt GAAS_Logo_Mitgliedschaft

Radio-Interview mit Elisabeth Höld