DiMoSy Rail

#Carl Ritter von Ghega Institut für integrierte Mobilitätsforschung #Nationale Drittmittel #Nationales Kooperationsprojekt

Für eine kostenoptimierte Instandhaltungsstrategie sowie für die Durchführung von Instandhaltungsprognosen des Bahngleises sind ständige Beobachtungen der vollständigen Geometrie des Fahrwegs, der zeitbezogenen Gleisfehler und einer darauf aufbauenden Fehlerentwicklungsanalyse grundlegende Elemente.

Monitoring-System DiMoSy

Das Unternehmen BOGENSBERGER Vermessung hat mit seinem Tool DiMoSy ein Monitoring-System entwickelt, mit dem eine ständige Überwachung und Interpretation von Messpunkten und eine entsprechende Warnung erfolgen kann. Dieses System wird auch schon in einigen Fällen in der Praxis eingesetzt. Zum Beispiel bei einem Umbau eines Gebäudes, bei dem die verbleibende Gebäudestruktur (Wände) dahingehend überwacht wird, ob diese sich bewegt (z.B. verursacht durch Arbeiten am Fundament). Ein erster Anwendungsfall im Bereich Bahn liegt auch schon vor. Hier soll überwacht werden, in wie weit sich Umbauarbeiten an einer Brücke auf den Oberbau auswirken. Dies ist insbesondere deshalb notwendig, da diese Umbauarbeiten während des normalen Betriebs der Bahn stattfinden. Dieser Anwendungsfall ist gänzlich neu und dazu fehlen noch die theoretischen Grundlagen, die für eine Auswertung notwendig sind. Die aktuell durchgeführte Messung ist daher ein erster Versuch, um die prinzipielle Einsetzbarkeit dieses Systems unter diesen Bedingungen zu testen. Da die bisherigen Erfahrungen gezeigt haben, dass der Einsatz des System DyMoSi dafür geeignet ist, sollen nun die notwendigen Parameter für die Auswertung und somit für die Erzeugung von Meldungen (im Extremfall bis hin zu Meldungen) definiert werden. Im Bereich Oberbau im Eisenbahnwesen existieren zwar schon Parameter und Grenzwerte, die in Normen und innerbetrieblichen Vorschriften definiert sind, diese sind allerdings auf die gängigen Messmethoden ausgelegt. Diese neue Messmethode braucht nun eine Auswertelogik, die automatisiert die gemessenen Werte interpretiert, mit den vorgegebenen Grenzwerten abgleicht und daraus Meldungen erzeugt, die von den an den Baustellen zuständigen Stellen einfach und zweifelsfrei verstanden werden können.

Die FH St. Pölten als wissenschaftlicher Partner wird diese Analytik anhand wissenschaftlich fundierter Modelle entwickeln und beschreiben, sodass das Unternehmen BOGENSBERGER Vermessung sein bestehendes System erweitern kann. Ziel soll sein, dieses Messsystem so zu auszubauen, dass es im Umfeld der Bahn eingesetzt werden kann. Somit wäre das Unternehmen das Einzige, welches ein Geomonitoringsystem anbieten kann, das zur Überwachung des Oberbaus eingesetzt werden kann.

In den letzten Jahren ist eine steigende Nachfrage an solchen Messungen zu beobachten. Bei immer mehr Baustellen wird eine Überwachung benötigt und zum Teil schon in der Ausschreibung vorgeschrieben. Daher ist zu erwarten, dass dieses System unmittelbar nach der Weiterentwicklung eingesetzt und kommerziell genutzt werden kann.

Sie wollen mehr wissen? Fragen Sie nach!

FH-Prof. Dipl.-Ing. (FH) Dipl.-Ing. Michelberger Frank, EURAIL-Ing.

FH-Prof. Dipl.-Ing. (FH) Dipl.-Ing. Frank Michelberger, EURAIL-Ing.

Institutsleiter Carl Ritter von Ghega Institut für integrierte Mobilitätsforschung
Stellvertretender Studiengangsleiter Bahntechnologie und Mobilität (BA)
Lehrgangsleiter Fachtrainer/in im Eisenbahnwesen (akad.)
Lehrgangsleiter Seminare Bahntechnologie und Mobilität
Department Bahntechnologie und Mobilität