Evaluierung des Projektes „gehen geht!“

#Institut für Gesundheitswissenschaften

Das Institut für Gesundheitswissenschaften an der FH St. Pölten führt im Rahmen des Projektes „gehen geht“ von „die umweltberatung“ Niederösterreich eine Fragebogenerhebung an den beteiligten Kindergärten durch. Zentrale Themen, wie Umweltschutz, Verkehrssicherheit, Gesundheit und Bewegung werden im Fragebogen behandelt.

  • Externe MitarbeiterInnen:
    Mag. Martina Tscherny
    Mag. Sabine Plodek-Freimann
    Dr. Christine Turetschek ("die umweltberatung" NÖ)
    DI Ingrid Leutgeb-Born (Magistrat St. Pölten - Fachbereich Gesundheit, Soziales und Umwelt/Umweltschutz)
  • PartnerInnen:
    Stadt St. Pölten
    Kindergärten der Stadt St. Pölten
  • Laufzeit:
    01.03.201130.09.2011
  • Projektstatus:
    abgeschlossen

Einleitung

„Eine der ersten Tugenden, die Kinder beim Schuleintritt lernen ist das Stillsitzen“ (Gudjons 2005, S. 6). Einige Eltern sind nach wie vor der Auffassung, dass ihr Kind am besten lernen könne, wenn es still sitzt. Damit sich ein Kind aber gesund entwickeln kann braucht es die Möglichkeit sich täglich zu bewegen, hierbei wird zugleich der Geist trainiert. Und wenn ein Kind sich ausreichend bewegen darf, wird es folgend daraus auch ein Bedürfnis nach Ruhe entwickeln. Erst, wenn individuelle Bewegungs- und Konzentrations- sowie Ruhephasen auf das Kind angepasst werden, kann eine ganzheitliche Entwicklung gewährleistet werden.

Bewegung spielt vor allem in den ersten Lebensjahren neben der Wahrnehmung eine entscheidende Rolle. Die meisten Kinder lernen zwischen dem 11. und 18. Monat das Gehen. Die Entwicklung ist hier von ihrer Disposition und den Umweltbedingungen abhängig. Bewegung fördert nicht nur die körperliche Entwicklung, sondern auch die geistige, emotionale und soziale Entwicklung. Die Kinder erfahren durch Bewegung, Selbstbestätigung und entwickeln ein physisches und psychisches Selbstvertrauen. Im zweckfreien Spiel eignet sich das Kind soziale Kompetenzen an, wie sich an Regeln zu halten oder Rücksicht zu nehmen.

Zielsetzung

Bewegung und Gesundheit sind grundlegende Bestandteile der Lebensqualität und Leistungsfähigkeit. Diese sind nicht nur für das Wohlbefinden wichtig, sondern auch von zentraler Bedeutung für eine ganzheitliche Entwicklung von Kindern und für die Entfaltung zu einem eigenverantwortlichen leistungsfähigen Individuum. In einer schnelllebigen Zeit, wo viel auf Konsum basiert und orientiert ist, kann eine gut ausgebildete Gesundheitsressource von Kindern in der Lage sein, diesen Anforderungen mit einer hohen Leistungs- und Widerstandfähigkeit zu reagieren sowie zu regulieren. Nicht nur der Mensch wird dadurch gestärkt, sondern auch die natürliche Umwelt. Im Projekt „gehen geht“ hat zum Ziel bei Kleinkinder ein Bewusstsein für ihre natürliche Umwelt zu schaffen und deren umweltbezogene und gesundheitsfördernde Kompetenzen im Sinne der Nachhaltigkeit zu fördern.

Methodik

Die Fragebogenerhebung startet im Juni 2011 und ist im Rahmen einer Evaluation angedacht. Evaluation bedeutet, „Erfahrungen der pädagogischen Praxis wahrzunehmen, zu reflektieren, zu bewerten und zu nutzen. In unmittelbaren pädagogischen Beziehungen soll Evaluation die Reflexivität von Situationen und Handlungen erhöhen“ (Hackl 2005, S. 168). Im Mittelpunkt steht hier vor allem die Aufnahme von Wissen und deren Umsetzung im Alltag. Die zentralen Themen, worauf der Fragebogen aufbaut, behandeln die umweltbezogenen und gesundheitsförderenden Kompetenzen der Kleinkinder.

Die Evaluation soll „vier grundlegende Eigenschaften aufweisen:

  • Nützlichkeit
  • Durchführbarkeit
  • Fairness
  • Genauigkeit (DeGEval 2008)