Digitaler Ausstellungsrundgang für die ÖBB

#Institut für Creative\Media/Technologies #Auftragsforschung

Ein Team des IC\M/T konzipierte und entwickelte einen virtuellen Ausstellungsrundgang für die im Auftrag der ÖBB erstellten Schau "Verdrängte Jahre - Bahn und Nationalsozialismus 1938 - 1945".

Mit dem Projekt „Verdrängte Jahre – Bahn und Nationalsozialismus in Österreich 1938 – 1945“ hat sich die ÖBB einem dunklen Kapitel ihrer Vergangenheit gewidmet und dieses akribisch aufgearbeitet. Im Rahmen des Projekts wurde auch eine eindrucksvolle Ausstellung gestaltet. Um die Inhalte der Ausstellung, die sich mit der Rolle der Österreichischen Bundesbahnen in der Zeit des Nazi-Regimes auseinander setzt, auch über die Dauer der Schau hinaus einem interessierten Publikum zugänglich zu machen und möglichst viele BesucherInnen zu erreichen, wurde im Zuge eines Kooperationsprojekts der ÖBB mit der FH St. Pölten eine digitale Version der Ausstellung konzipiert und umgesetzt.

Das Team

Ein Team des IC\M/T-Institut für Creative\Media/Technologies unter der Projektleitung von Grischa Schmiedl erarbeitete das Konzept für den virtuellen Ausstellungsbesuch. Bernhard Griessler war für die technische Umsetzung zuständig, Rosmarie Tomasch mit der Aufarbeitung der Inhalte betraut. In beratender Funktion standen Jakob Doppler und Kerstin Blumenstein dem Team zur Seite.

Ausstellungsräume als 3D Panorama

Die Herausforderung, die es zu meistern galt, war, in der Webversion nicht bloß die Inhalte der Schau zu reproduzieren, sondern einen Gesamteindruck der Ausstellung herzustellen, also ein Räumlichkeitsgefühl zu erzeugen und die Installationen adäquat wiederzugeben.
In der Realisierung des Projekts ist es dem Team mit Projektleiter Grischa Schmiedl gelungen, alle Anforderungen einer innovativen Lösung umzusetzen: Für jeden Ausstellungsraum wurde ein 3D Panorama erstellt, durch das die BesucherInnen im Web selbständig navigieren können. Sie bewegen sich in dem virtuellen Raum, als ob sie tatsächlich vor Ort wären. Über Interaktionspunkte ist es möglich, einen großen Teil der Ausstellungsexponate genauer zu betrachten, Blicke in die Ausstellungsvitrinen zu werfen und die Texte von den Schautafeln zu lesen sowie ergänzende Videos anzuschauen und Tonaufnahmen abzuhören.

Der virtuelle Rundgang besteht aus insgesamt 8 Panoramen, die aus je 9 Fotografien in mühevoller Kleinarbeit zu „Kugeln“ rund um den Betrachter/die Betrachterin zusammengebaut wurden. Fotografiert wurde mit eine Canon Eos 400D unter Verwendung eines Fischauges sowie einem Stativ, dass mit einem kostspieligen Aufsatz versehen wurde, der extra für die Erstellung von Panoramafotos vorgesehen ist.