GEKO: Generationsübergreifende Ernährungskompetenz

#Institut für Gesundheitswissenschaften

In Kooperation mit dem Verein „Stattgarten – Urban Gardening in St. Pölten“ erarbeitet die Fachhochschule St. Pölten die wissenschaftliche Basis sowie kreative Strategien zur nachhaltigen Vermittlung von Wissen und Kompetenzen im Bereich Ernährung.

Der Wandel der Ernährungsgewohnheiten

Ernährung hat in den letzten Jahrzehnten einen starken Wandel erfahren, so zum Beispiel in der Zunahme des Außer-Haus-Verzehrs und industriell hergestellter Lebensmittel und Speisen. Dadurch nahmen Ernährungskompetenzen in vielen Bevölkerungsgruppen, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, ab. Dies ist problematisch, da Verhaltensweisen in Kindheit und Jugend entwickelt werden und sich auf die Gesundheit im Erwachsenenalter auswirken können. Herkömmliche Strategien zur Ernährungskommunikation sind teilweise nur wenig erfolgreich Daher sind neue und innovative Strategien zur Verbesserung der Ernährungskompetenz und in weiterer Folge des Ernährungsverhaltens notwendig. Gerade bei Kindern sind spielerische und praktische Ansätze erfolgsversprechend.


Urban Gardening und der Austausch zwischen den Generationen

Der Verein „Stattgarten“ - Urban Gardening in St. Pölten beschäftigt sich mit Themen rund um Ernährung und Soziales wie Nachhaltigkeit oder Ernährungssicherheit. Lokale Initiativen werden vernetzt, grüne Orte der Begegnung werden gestaltet und aufgezeigt sowie der Bevölkerung zugänglich gemacht. Als Schnittstelle zwischen struktureller und individueller Ebene bietet Stattgarten ein themenspezifisches Weiterbildungsangebot an, das die Handlungsoptionen auf allen Ebenen optimiert z.B. durch „Pflück mich“ – Stationen oder Kräuter-Lehrpfad. In einem neuen innovativen Urban-Gardening-projekt sollen nun die sehr hohen Ernährungskompetenzen von SeniorInnen an jüngere Bevölkerungsgruppen weitergegeben werden.

Innovatives Konzept und wissenschaftliche Grundlagen 

Die FH St. Pölten erhebt im Rahmen dieses Projekts welche Ernährungskompetenzen bei SeniorInnen und Kindern in St. Pölten vorhanden sind. In weiterer Folge wird ein neuartiges Urban-Gardening Konzept entwickelt um Ernährungskompetenzen von SeniorInnen an Kinder weiterzugeben. Dies geschieht unter Miteinbeziehung beider Zielgruppen, wobei die unterschiedlichen Bedürfnisse gleichermaßen berücksichtigt werden müssen, wie z.B. in der sprachlichen Gestaltung. Ein besonderes Augenmerk wird in der Konzeptentwicklung auf eine innovative, unterhaltsame sowie praxisnahe Gestaltung gelegt.

Berichterstattung

St.Pölten konkret, 25.07.2017, "Urban Gardening im Seniorenheim Stadtwald"