Gepäcklos - Gepäcklogistiksystem zur Unterstützung der nachhaltigen, aktiven und gleichberechtigten Mobilität

#Carl Ritter von Ghega Institut für integrierte Mobilitätsforschung #Institut für Gesundheitswissenschaften

Gepäck ist einer der Hauptgründe, weshalb bei Reisen sowie in der Alltagsmobilität (zB beim Einkaufen) vorrangig auf den eigenen Pkw zurückgegriffen wird. Um aktive und nachhaltige Mobilitätsformen in ausreichendem Maße zu fördern, ist es unumgänglich, innovative Gepäck- Logistiksysteme zu entwickeln, welche den Gepäcktransport vom Personenverkehr entkoppeln.

  • Projektleitung:
    FH-Prof. Dipl.-Ing. (FH) Dipl.-Ing. Michelberger Frank, EURAIL-Ing.
  • MitarbeiterInnen:
    FH-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Judmaier Peter
    FH-Prof. Bichler Romana, PT MAS
  • PartnerInnen:
    netwiss GesmbH
    TU-Wien – Institut für Verkehrswissenschaften/Forschungsbereich für Eisenbahnwesen
    FH OÖ Forschungs & Entwicklungs GmbH
    ÖBB Holding AG
    Österreichische Post AG
    promotion&co
    KEBA AG
    Chep Österreich GesmbH
    SBB – Schweizerische Bundesbahnen
    DB-AG – Deutsche Bahn AG
    Newrail – Newcastle University, Centre for Railway Research
    DLR – Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt
  • Finanzierung:
    Gefördert durch das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
  • Laufzeit:
    01.03.201428.02.2015
  • Projektstatus:
    abgeschlossen

Gepäck weist den größten Wert bei der Verkehrselastizität auf, weshalb die Mitnahme und Beförderung von Gepäck, sowohl bei Reisen, als auch im Rahmen der Alltagsmobiliät dazu führt, dass überwiegend der eigene Pkw gewählt wird. Umgekehrt verursacht die Mitnahme von Gepäck bei der Benutzung nachhaltiger Mobilitätsformen große Schwierigkeiten und senkt die Attraktivität dieser Systeme. Besonders für die große Gruppe der mobilitätseingeschränkten Personen ist die Mitnahme von Gepäck nur schwer oder gar nicht möglich, weshalb Reisen oder auch Alltagswege häufig gar nicht angetreten werden und so die Immobilität steigt. Besonders ältere Personen sind davon betroffen, wobei zu berücksichtigen ist, dass in 30 Jahren ca. 40% der Bevölkerung älter als 60 Jahre sein wird.

Ist es das Ziel, für alle Bevölkerungsgruppen aktive und nachhaltige Mobilitätsformen zu forcieren und zu fördern, ist es unumgänglich, ein flächendeckendes und allen KundInnenanforderungen gerechtes Gepäcklogistik-System zu entwickeln. Erst wenn der Kofferraum des eigenen Kfz vollwertig ersetzt ist, werden diese Mobilitätsformen im gewünschten Umfang gewählt werden.

Da ein intermodales Gepäcklogistiksystem, welches im Idealfall parallel und zeitgleich zum Personenverkehr funktioniert, ausgesprochen komplex ist, wird in einem ersten Schritt allen weiteren Entwicklungen das Sondierungsprojekt Gepäcklos vorangestellt.

Um die Entwicklungsrisiken für zukünftige Projekte zu minimieren, werden alle Anforderungen im Vorfeld klar definiert und auch eine Bewertung verschiedener Konzepte hinsichtlich Akzeptanz, Wirtschaftlichkeit und Umsetzbarkeit vorgenommen sowie alle Herausforderungen bestmöglich dargestellt. Dazu werden umfangreiche Befragungen potentieller KundInnen (in Zügen, an Flughäfen, in Einkaufsstraßen und Geschäften sowie online) sowie ExpertInneninterviews und Workshops durchgeführt.

Ziel des Projektes ist es, die KundInnenbedürfnisse und die technischen bzw. logistischen Herausforderungen umfangreich zu erfassen und darzustellen, um einen klaren Anforderungskatalog an zukünftige Forschungs- und Entwicklungsprojekte zur Gepäcklogistik zu entwickeln.