St. Pölten University of Applied Sciences

Inklusion von Flüchtlingen in Niederösterreich

#Ilse Arlt Institut für Soziale Inklusionsforschung

In diesem Projekt wird erforscht, wie sich Inklusions- und Exklusionspraxen von Menschen mit Fluchterfahrung in ländlichen Gemeinden Niederösterreichs gestalten.

  • Projektleitung:
    FH-Prof. Mag. Dr. Johannes Pflegerl
  • MitarbeiterInnen:
    Katharina Auer, BA, MA
    Mag. Gabriele Drack-Mayer, MA
  • PartnerInnen:
    Institut für jüdische Geschichte Österreichs, St. Pölten
    Institut für Geschichte des ländlichen Raumes, St. Pölten
    Institut für Realienkunde des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, Krems/Donau
    Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgen-Forschung, Rabbs/Thaya
    Zentrum für Migrationsforschung, St. Pölten
  • Finanzierung:
    FTI Programm Niederösterreich
  • Laufzeit:
    01.04.201631.03.2018
  • Projektstatus:
    laufend

Österreich als Einwanderungsland

Historisch betrachtet ist Migration kein neues Phänomen in Österreich. Im letzten Jahrzehnt lässt sich allerdings eine Diversifizierung der Migrationsmuster und der Herkunft der ZuwanderInnen feststellen. Vor allem im Bereich der erzwungenen Migrationsbewegungen kommen im Unterschied zu früheren Migrationsphasen verstärkt ZuwanderInnen aus geographisch entfernteren Regionen nach Österreich. Damit einher geht die Herausforderung, ZuwanderInnen aus diesen Ländern in das jeweilige Gemeinwesen einzubinden und entsprechende Praxen hierfür zu entwickeln. Dies wird in den kommenden Jahren aufgrund der aktuellen Migrationsentwicklungen an Bedeutung gewinnen.

Entwicklung eines Pilotprojekts

Das Ilse Arlt Institut für Soziale Inklusionsforschung führt hierzu ein Pilotprojekt zur groben Systematisierung des Themas „Inklusion von Menschen mit Fluchterfahrung im ländlichen Raum Niederösterreichs“ durch. Die im Erkenntnisinteresse stehende, forschungsgeleitete Fragestellung geht der Frage nach, wie sich gemeinwesenbezogene Inklusions- und Exklusionspraxen bezugnehmend auf anerkannte Flüchtlinge in ländlichen Gemeinden Niederösterreichs gestalten. Auch die Rolle von Sozialer Arbeit und das Potential Sozialer Arbeit zur Förderung/Unterstützung von Inklusionsprozessen werden besonders in den Fokus genommen. Ziel ist es, Inklusions- und Exklusionspraxen in niederösterreichischen Gemeinden abzubilden und die Einbindung von ZuwanderInnen in das Gemeinwesen mit dem begrifflichen Konzept der Inklusion zu erfassen.

Methoden

Vier ausgewählte Gemeinden werden mittels kontrastierenden Vergleich hinsichtlich ihrer Inklusionspraxen beleuchtet. Eingesetzt werden insbesondere qualitative Erhebungsmethoden, darunter Gruppendiskussionen, teilnehmende Beobachtungen und qualitative Interviews. Ergänzt werden die Erhebungen durch den Einsatz des sozialdiagnostischen Instruments der Inklusions-Chart.

Bedeutung des Forschungsvorhabens

Die Bedeutung des Forschungsprojekts liegt insbesondere darin, einen wesentlichen Beitrag zur Wissenserweiterung hinsichtlich der Inklusion von Flüchtlingen zu liefern. Der als Ziel des Projekts definierte Überblick über Inklusions- und Exklusionspraxen in niederösterreichischen Gemeinden soll als Grundlagenpapier für die Etablierung von Migration im ländlichen Raum als Forschungsfeld dienen. Unter der Annahme, dass dieser Themenschwerpunkt in den nächsten Jahren enorm an Relevanz gewinnen wird, kann die Erarbeitung einer empirischen Wissensbasis über Migrations- und Inklusionszusammenhänge in weiterer Folge für eine evidenzbasierte Politik im Bereich Migration und Inklusion Anwendung finden.

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