Jugendliche Alkoholszenen

#Ilse Arlt Institut für Soziale Inklusionsforschung #Nationale Drittmittel #Nationales Kooperationsprojekt

Forschungsgegenstand ist die Lebenssituation Jugendlicher, die schulisch und/oder betrieblich mangelhaft integriert sind und im öffentlichen Raum als „Szene“ intensiv Alkohol konsumieren. Mit dem öffentlichen Alkoholkonsum in Verbindung stehen Gewalt- und andere Aggressionshandlungen. In Ausnahmefällen ist die Entwicklung schwerer gesundheitlicher Probleme zu beobachten, die längerfristige stationäre Therapien nötig machen oder unmittelbar lebensbedrohend sind.

  • Projektleitung:
    FH-Prof. DSA Kurt Fellöcker, MA, MSc
  • Externe MitarbeiterInnen:
    Studierende des Diplomstudiengangs Soziale Arbeit (so04): Alonso Garcia Marta, Binder Robert, Eberhard Kathrin, Fleischhacker Natascha, Gundacker Cornelia, Hadl Veronika, Kerschner Elmer, Krupan Martina, Nußbaumer Sandra, Plech Barbara, Schättle Marion, Schlager Silvia, Schuhmeister Nina, Schwarz Anton, Steffens-Krebs Nicola, Steyrer Maria, Teschler Theresa, Zitta Claudia
  • PartnerInnen:
    Europäisches Zentrum für Wohlfahrtspolitik und Sozialforschung
    FH Campus Wien
  • Finanzierung:
    FGÖ
  • Laufzeit:
    01.03.200631.10.2008
  • Kategorie:
    Nationale Drittmittel
    Nationales Kooperationsprojekt
  • Projektstatus:
    abgeschlossen

Inhalte und Methoden

Der Forschungsplan sieht ein mehrstufiges Vorgehen vor.

Öffentliche Treffpunkte von Jugendlichen mit problematischem Alkoholkonsum – in der Folge als „Alkoholszenen“ bezeichnet – werden beobachtet und systematisch beschrieben.

  • Mindestens 5 und höchstens 8 Alkoholszenen werden jeweils für Niederösterreich und Wien ausgewählt, die die Gesamtheit der öffentlichen Alkoholszenen in beiden Bundesländern repräsentieren. Diese sollen einer vertieften, teilnehmenden Beobachtung unterzogen werden.
  • Pro ausgewählter Szene werden ein bis zwei Focus Gruppen gebildet.
  • Erforschung der psychosozialen Problematik auf individueller Ebene: ausgewählte Jugendliche (ev. Peer-group Leader) werden anhand von narrativen Interviews befragt.
  • Erstellung eines Maßnahmenkataloge

Ergebnisse

Auf Basis der oben dargestellten Erkenntnisgewinne lassen sich präventive Maßnahmen für risikoreich trinkende Jugendliche entwickeln. Die Präventionsvorschläge werden vor allem folgenden Einrichtungen betreffen: 1. die außerschulische Jugendarbeit, 2. Gebietsbetreuung und Raumplanung, 3. Wirtschaftsbetriebe (Lehrlinge) und Schulen, 4. Erziehungshilfe und Familienarbeit und 5. Streetwork und Mobile Jugendarbeit. So weit als möglich, werden die gewonnen Einsichten auch für Präventionsmaßnahmen für unauffällig trinkenden Jugendlichen nutzbar gemacht.

Außerdem lassen sich alkoholpolitische Vorschläge formulieren: Überlegungen, wie der Zugang von Jugendlichen zu den alkoholischen Getränken erschwert werden könnte (Jugendschutz), können ebenso ausgearbeitet werden, wie Überlegungen welcher Maßnahmen es bedürfte, um den Alkoholkonsum sozial auffälliger wie unauffälliger Jugendlicher weniger risikoreich zu gestalten.