Eyetracking für Infoscreen-Werbung und -Programm

#Institut für Medienwirtschaft #Auftragsforschung

Mittels Eyetracking wird der Blickverlauf von ProbandInnen aufgezeichnet, während diese Infoscreen-Angebote nutzen. Ziel ist es, die Screen-Nutzung unterschiedlicher Customer Journeys zu vergleichen.

  • Projektleitung:
    FH-Prof. Mag. (FH) Dr. Johanna Grüblbauer
  • Externe MitarbeiterInnen:
    Georg Neubauer
    Furtlehner Martina
    Hartl Sandra
    Richter Bernhard
  • PartnerInnen:
    Gesellschaft für Stadtinformationsanlagen GmbH
  • Finanzierung:
    Auftrag
  • Laufzeit:
    01.12.201530.06.2016
  • Kategorie:
    Auftragsforschung
  • Projektstatus:
    abgeschlossen

Ziel dieses Auftragsforschungsprojekts ist die Untersuchung des Infoscreen-Rezeptionsverhaltens von ProbandInnen mittels Eyetracking. Diese wird an unterschiedlichen Orten und Umgebungen entlang der Customer Journey durchgeführt, um zu ermitteln, welche Störfaktoren und Ablenkungen die Screen-Nutzung von Testpersonen beeinträchtigen können.

Im ersten Schritt werden unter Laborbedingungen bei unterschiedlichen ProbandInnen Eyetracking-Untersuchungen bei Bewegtbildern (Informationen, Nachrichten, Werbespots) am Bildschirm durchgeführt. Diese Methode lässt vor allem Aufschluss über die Art und Anzahl von Fokussierungen auf detaillierte Screen-Inhalte zu, etwa einzelne Programm- oder Werbeelemente. Aus der anschließenden Analyse der aufgezeichneten Blickpfade kann abgeleitet werden, welche Elemente wie lange oder in welcher Reihenfolge fokussiert wurden. Interessant ist hier auch die Gegenüberstellung bzw. Gruppierung des Blickverhaltens unterschiedlicher ProbandInnen oder Zielgruppen. So können Eyecatcher oder Störfaktoren („Vampireffekt“) bzw. „blinde Flecken“, also Elemente, die nicht betrachtet wurden, identifiziert werden.

Die mobile Eyetracking-Messung kann entlang beliebiger Customer-Journeys durchgeführt werden. Da sich ProbandInnen mit der sogenannten Eyetracking-Brille frei bewegen können, lässt sich ihr Blickverhalten in unterschiedlichen Situationen dokumentieren. In einer späteren Analyse können die generierten Videos nach Anzahl oder Art der Sichtkontakte mit zuvor festgelegten Elementen untersucht werden. Damit lassen sich etwa Umweltbedingungen identifizieren, die eine Screen-Nutzung im Sinne von Blickkontakten mit Programm- oder Werbeinhalten begünstigen oder von dieser ablenken können.