St. Poelten University of Applied Sciences

Mobilot – mobile Informationssysteme für unterwegs

#Digitale Medientechnologien** (MA) #Institut für Creative\Media/Technologies #Nationales Kooperationsprojekt #Studierenden-Projekt

Mobilot bietet die Basis für mobile Informationssysteme, Städte- oder Museumsführer und zahlreiche andere mobile Applikationen. Das erweiterbare System reduziert die Entwicklungszeit von Location Based Systems und eröffnet unterwegs einen neuen intuitiven Zugang zu Informationen.

Der Zugriff auf Informationen wird BenutzerInnen von Mobilot erleichtert. Wenn sie einen QR-Code mit der Smartphone-Kamera scannen oder der Anwendung erlauben, ihre aktuelle Position zu ermitteln, erhalten sie abhängig von Code, Zeit und Position auf Basis im System hinterlegter Regeln automatisch die zur Situation passenden Informationen. Informiert werden der Mobilot-UserInnen mittels Texten, Bildern, Videos oder. Auch die Anbindung an bestehende Informationssysteme wie Datenbanken oder Content Management Systeme ist möglich.

Die Technik hinter Mobilot

Das System besteht aus drei Teilen. Die von den BenutzerInnen verwendete Applikation für das Smartphone heißt Mobilot (mobiler Pilot). Ähnlich wie mit einem Webbrowser können die UserInnen damit zu verschiedenen Mobidulen (mobile Module) navigieren. Die Informationen sind aber nicht lokal im Mobilot-Client gespeichert, sondern werden von der Anwendung über das mobile Internet von Mobilot-Webservices bezogen. EntwicklerInnen bereiten ihre Mobilot-Anwendungen in Form von Mobidulen vor, welche auf einem herkömmlichen Webserver ähnlich einer Website gehostet werden können. Um Mobidule zu finden, können die UserInnen mit Hilfe der mobilot-Searchengine nach Mobidulen in der Umgebung suchen. Ein weiterer typischer Startpunkt in ein Mobidul ist das Scannen eines Mobilot-Codes, wodurch automatisch die Mobidul-Anwendung gestartet wird.

Mobilot-Codes

Mobilot-Codes sind gewöhnliche QR-Codes, mit denen beliebige Zeichen kodiert werden können. Einlesen und dekodieren kann man QR-Codes mit Hilfe von speziellen QR-Code-Reader-Applikationen, welche für alle gängigen Smartphones verfügbar sind. Die 45-Grad Schrägstellung des QR-Codes in der charakteristischen Mobilot-Variante stört die gängigen Reader nicht – BenutzerInnen erkennen aber sofort, dass es sich nicht um einen beliebigen QR-Code, sondern um den „Einsprungpunkt“ in ein Mobidul handelt.

Ein Mobilot-Code enthält immer die URL zu einer Ressource eines Mobiduls – durch das Scannen und Öffnen des Links wird automatisch die mobil optimierte Webversion von Mobilot mit der entsprechenden Mobidul-Seite geladen. In der nativen Mobilot-Version für das iPhone sowie für Android-Geräte ist bereits ein QR-Code Scanner eingebaut, sodass keine externe Applikation verwendet werden muss.

Anwendungsgebiete

Mobilot kann überall verwendet werden, wo der Zugang zu Informationen nicht über ein herkömmliches Menüsystem, sondern umgebungs-, zeit- und regelbasierend bzw. durch das Einscannen von QR-Codes erfolgen soll.

Typische Anwendungsgebiete sind:

  • Städteführer, Reisführer, Museumsführer,…
  • Location Based Games
  • Eventinformationssysteme (z.B. On-Site Konferenzführer, Festival-Guides,…)
  • Typische Location Based Systems (finde den nächsten Bankomat, Apotheke,…)

Entstanden ist Mobilot als Projekt der Spezialisierung Mobile Internet des Masterstudiengangs Digitale Medientechnologien. Das System wurde für die European Researchers’ Night 2011 erweitert und dort einem breiten Publikum vorgestellt. Genutzt werden kann die mobil optimierte Webversion von Mobilot auf den meisten modernen Smartphones, für iPhone und Android sind Native Apps in Entwicklung.