Qualitätsmanagement in Zeitungsverlagen

#Institut für Medienwirtschaft

Das Projekt "Qualitätsmanagement in Zeitungsverlagen" erforscht die Messung und Steuerung von Qualitätsaspekten unter Berücksichtigung verschiedener Interessensgruppen in Nachrichtenmedien.

Im Mittelpunkt des Forschungsinteresses stehen Definition, Operationalisierung und Steuerung von Qualität für Printmedien, und zwar unter Berücksichtigung der demokratischen, ökonomischen und publizistischen Leistungsfähigkeit. Grundlegende Problematik ist dabei die sehr unterschiedliche Sichtweise von Interessensgruppierungen.

Ziel des vorliegenden Projektes ist es, messbare Kriterien für die Diskussion um die Qualität von Nachrichten-Medien, insbesondere Zeitungen, in Österreich zu liefern. Den Rahmen bildet das Spannungsfeld zwischen publizistischen, ökonomischen und demokratiepolitischen Determinanten.

Wie bereits im Wochenzeitungsprojekt nachgewiesen wurde, sind die wirtschaftlichen und publizistischen Aspekte der Medienunternehmung untrennbar miteinander verflochten. Der wirtschaftliche Erfolg der Medienunternehmen ist in der Folge mit dessen publizistischem Erfolg gekoppelt. Daraus wird die Hypothese abgeleitet, dass auch eine Qualitätsoffensive nur dann nachhaltigen Erfolg erzielen wird, wenn die Qualität beider Märkte steigt.

Auf der Grundlage eines betriebswirtschaftlichen Modellansatzes sollen alle relevanten Parameter in ein ganzheitliches Modell integriert werden, um in weiterer Folge Aussagen zu machen über

  • die Zusammenhänge publizistischer, ökonomischer und demokratiepolitischer Determinanten und
  • produktbezogene Qualitätsindikatoren im Hinblick auf mögliche unterschiedliche Interessen.

Für Zeitungsverlage sollen strategische Perspektiven aufgezeigt werden, wie Glaubwürdigkeit und journalistische Qualität mit betriebswirtschaftlichen Qualitätsmessmodellen in Zusammenhang gebracht werden können bzw. müssen.

Das Projekt Qualitätsmanagement in Zeitungen ist im Herbst 2009 mit einer Laufzeit von 12 Monaten im Institut Medienwirtschaft mit einer Förderung der KommAustria gestartet.