Studie für eine innovative Bremsung am Abrollberg

#Carl Ritter von Ghega Institut für integrierte Mobilitätsforschung #Nationale Drittmittel #Nationales Kooperationsprojekt

Ziel des Projekts StilvA (Studie für eine innovative, lärm- und verschleißarme Bremsung am Abrollberg) ist die Entwicklung alternativer Abroll-Bremstechniken für Verschiebebahnhöfe.

Verschiebebahnhöfe sind als Verteilzentren in der Transportkette des Einzelwagenverkehrs eine wesentliche Komponente im Eisenbahn Güterverkehr. Diese verursachen jedoch innerhalb der ÖBB Infrastruktur AG hohe Kosten. Zudem ist im Umfeld von Verschiebebahnhöfen mit erhöhter Lärmemission durch den Abrollbetrieb zu rechnen.

Projektziel

Im Rahmen des Projekts werden Alternativen zu den derzeit angewendeten Abroll-Bremstechniken entwickelt. Ziel ist eine gesamtheitliche Optimierung der Verschiebebahnhöfe, weshalb die neuartigen Systeme lärmarm und möglichst verschleißfrei sein sollen. Darüber hinaus ist die Reduzierung der Betriebsführungskosten und des Instandhaltungsaufwandes ein wesentlicher Bestandteil des Projekts.

Die technische Machbarkeit der neuen Bremskonzepte wird innerhalb des Projekts dargestellt, ebenso wie die mögliche Integration in bestehende Verschiebebahnhöfe unter Einhaltung der Normen des Eisenbahnwesens. Die geringeren LifeCycle-Kosten dieser Bremssysteme sowie die zu erwartenden verringerten Schallemissionen werden ebenfalls untersucht und geschätzt.

Methoden

In einem ersten Schritt werden in einem moderierten Innovationsprozess Ideen gesammelt und skizziert. Dieser ergebnisoffene Ansatz ermöglicht, innovative Technologien und Methoden, die bislang noch wenig bis gar keine Anwendung im Bereich Bahn erfahren haben, zu untersuchen. Diese Ideen werden anhand definierter Kriterien (LCC, Automatisierbarkeit, Verschleiß, etc.) bewertet. Dazu wird u. a. ein Tool zur Simulation rollender Eisenbahnwagen verwendet, das an der FH St. Pölten entwickelt wurde.

Die nach diesem Schritt ausgewählten Varianten werden detailliert ausgearbeitet und mitunter simuliert, um deren Wirksamkeit nachzuweisen. Nach der Validierung mittels Simulation oder Feldtest werden Szenarien für die tatsächliche Umsetzung ausgearbeitet.