St. Poelten University of Applied Sciences

VAST – Virtual Airspace and Tower

#Institut für Creative\Media/Technologies #Carl Ritter von Ghega Institut für integrierte Mobilitätsforschung #Media Computing #Nationale Drittmittel #Nationales Kooperationsprojekt

Das Projekt entwickelt neue Technologien zur verbesserten Situationsübersicht für die Flugverkehrskontrolle.

Ausgangssituation und Problemstellung

Die Flugverkehrskontrolle ist ein komplexer, sicherheitskritischer Arbeitsbereich mit wenig Innovationsgehalt. FluglotsInnen arbeiten bereits seit Jahrzehnten mit einer Technologie, die den Luftraum abstrahiert und zweidimensional visualisiert (RADAR und dessen grafische Benutzeroberflächen). Dadurch sind sie gezwungen, die Situationsübersicht durch die geistige Extraktion der beiden anderen Dimensionen (Flughöhe und Zeit), die nur anhand eines eingeblendeten Textes ersichtlich ist, zu erlangen und zu behalten. Erschwerend kommt hinzu, dass die Interpolation der Flugzeugpositionsdaten nur alle ein bis vier Sekunden aktualisiert wird. Die kognitive Belastung der FluglotsInnen ist hierdurch sehr hoch.

Neue Technologie für die Flugverkehrskontrolle

Das Projekt VAST – Virtual Airspace and Tower (Virtueller Luftraum und Turm) beschäftigt sich mit der Frage, wie mithilfe modernster Visual Computing Technologien und aktuellen Visualisierungskonzepten aus unterschiedlichen Gebieten der Medientechnik der Flugverkehr im virtuellen Raum so abgebildet werden kann, dass die Situationsübersicht besser und einfacher zu erlangen ist als mit bisheriger Technologie. Es wird auch überprüft, ob die Effizienz (schnellere  Entscheidungsfindung) und Sicherheit (Konflikterkennung) durch VAST positiv beeinflusst wird.
Außerdem stellt VAST wichtige Technologien bereit, die den Technologiesprung der europäischen Luftfahrt auf „4D Trajektorien“ ermöglichen, wie sie im Masterplan von Single European Sky ATM Research (SESAR) geplant sind. VAST soll dadurch dem österreichischen Luftfahrtindustriestandort einen Wettbewerbsvorteil sichern, indem es für den zukünftigen, flächendeckenden Einsatz neuer Technologien vorbereitet.

Berichterstattung 

Der Standard, 23.01.2017, "Wie man mehr Flugzeuge im Luftraum stapeln kann"

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FH-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Peter Judmaier

FH-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Peter Judmaier

FH-Dozent
Department Medien und Digitale Technologien