Diversität in Teams öffnet Perspektiven und ermöglicht neue Zugänge und mehr Kreativität. Inklusion und Diversität sind daher nicht nur eine moralische Verantwortung, sie bieten für Unternehmen und Hochschulen auch eine Reihe an Vorteilen. Etliche Studien belegten, dass mehr Diversität in gemischten Teams Innovation und Kreativität fördert.

Die aktuelle Ausgabe des Magazins future der FH St. Pölten widmet sich dem Thema Diversität. Hier ein Auszug aus dem Dossier des Magazins.

In den nächsten Jahren gehen die BabyboomerInnen in Pension. Dann werden Fachkräfte fehlen. Firmen können sich diese dann nicht mehr so frei aussuchen und müssen auf Diversität setzen.

Manuel Bräuhofer, Agentur brainworker

VUCA ist der Fachbegriff für eine immer komplexere Arbeitswelt, die Kreativität zum Lösen von Problemen erfordert. Die Abkürzung steht für Volatility, Uncertainty, Complexity und Ambiguity – zu Deutsch: Unbeständigkeit, Unsicherheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit. Diversität wird damit zum Wettbewerbsvorteil.

Gelebte Diversität ist aber auch eine gesellschaftliche Verantwortung, egal welche Vorteile man dahinter erkennt. Es geht darum, gute Beispiele aus der Praxis aufzuzeigen und aus diesen zu lernen.

Ulrike Wieländer, Gender- und Diversity-Beauftragte der FH St. Pölten

Vielfalt an der FH St. Pölten

Auch die FH St. Pölten lebt Vielfalt in Lehre und Forschung und als Arbeitgeberin. Mit mehreren Aktivitäten und Formaten unterstützt die Hochschule das Fördern der Diversität: von einer Diversity-Strategie bis zum Diversity Day als Infoveranstaltung und einem Freifach zum Thema für alle Studiengänge.

Vielfältiger wird auch das Studienangebot der FH: Das Spektrum an Studien- und Weiterbildungslehrgängen wächst, vor allem berufsbegleitende Varianten werden ausgebaut, was neuen Anforderungen des Arbeitsmarkts und den Interessen neuer Zielgruppen entspricht. Zur Vielfalt trägt auch bei, dass immer mehr Aktivitäten in Forschung und Lehre interdisziplinär verschränkt und internationaler werden. Die mehr als 1.000 haupt- und nebenberuflich Lehrenden der FH sind eine heterogene Gruppe mit unterschiedlichsten Hintergründen – beruflich, gesellschaftlich und kulturell. Die MitarbeiterInnen der FH St. Pölten stammen mehr als 20 Ländern.

Aktivitäten zum Thema Diversität haben auch appellativen Charakter. Es geht darum, den Knopf im Kopf zu lösen.

Monika Vyslouzil, Leiterin des FH-Kollegiums und stellvertretende Leiterin des Ilse Arlt Instituts für Soziale Inklusionsforschung an der FH St. Pölten

Hochschulstrategien für mehr Diversität

Hochschulen haben einen konkreten Auftrag für mehr Diversität: Sie haben auf gesetzlicher Basis ein Antidiskriminierungsgebot zu erfüllen. Die Regeln dafür liefern unter anderem Gleichbehandlungsgesetze. Zudem hat das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) das Themenfeld Diversität in mehreren zentralen Strategie- und Steuerungsinstrumenten verankert: in Leistungsvereinbarungen, dem gesamtösterreichischen Universitätsentwicklungsplan, dem Fachhochschulentwicklungsplan und der Nationalen Strategie zur sozialen Dimension in der Hochschulbildung.

Hochschulen haben das Potenzial, einen Kulturwandel anzustoßen.

Roberta Schaller-Steidl, Leiterin der Stabsstelle Gender- und Diversitätsmanagement im Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung

FH-Magazin future 08: „Die Vorteile der Vielfalt“

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Hochschule für Jung und Alt

Die Fachhochschule St. Pölten beteiligt sich aktiv an Wissensvermittlung und entsprechenden Formaten. Sie bietet immer wieder Veranstaltungen für SchülerInnen sowie Seniorinnen und Senioren an, um diese am Hochschul- und Forschungsbetrieb teilnehmen zu lassen, etwa die Jugenduniversität unter dem Titel „Young Campus“ Ende August 2018.

Die Berücksichtigung der Geschlechterperspektive und die Einbeziehung der Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Menschen sind integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie der FH St. Pölten. Sie initiiert und unterstützt innovative Projekte in den Bereichen Gender Mainstreaming, Frauenförderung und Diversity Management. Sie fördert gemischte Teams und greift bei ihren Projekten und Kooperationen auf die vielfältigen Kompetenzen ihrer MitarbeiterInnen zurück. Eine Gender- und Diversity-Beauftragte setzt strategische Ziele zu Gender Mainstreaming und Diversity Management um.

wissen.vorsprung zu Digitalisierung und Diversity

Campus Talk zum Thema Diversität

Interview mit Kollegiumsleiterin Monika Vyslouzil und der Gender-und-Diversity-Beauftragten Ulrike Wieländer