Fachtagung Gehirndoping

Möglichkeiten und Gefahren der Selbstoptimierung

Möglichkeiten und Gefahren der Selbstoptimierung

Neuro-Enhancement ("Gehirndoping") möchte kognitive Fähigkeiten oder psychische Befindlichkeiten gezielt verbessern, um diese über ein "normales" Maß hinaus zu steigern. Das Phänomen ist zuletzt auch aufgrund des steigenden Leistungsdrucks im Alltag von gesellschaftlicher Relevanz. Die Tagung gibt einen Überblick über aktuell verwendete Substanzen im Neuro-Enhancement, Konsummuster, die Situation der Konsument*innen und Möglichkeiten zur Behandlung und Stressprävention.

Durch Neuro-Enhancement möchten Menschen Persönlichkeitsmerkmale wie Schüchternheit und Selbstwertprobleme positiv beeinflussen, minimieren oder Stress kompensieren. Manche wollen sich dadurch auch spirituelle Erfahrungen verschaffen.

Leistungsverbesserung und Stressreduktion

Zum Einsatz kommen dabei nicht medizinisch verordnete psychoaktive Substanzen wie Psychostimulanzien oder Schlaf- und Beruhigungsmittel. Eine besonders gefährdete Gruppe sind Studierende unter Prüfungsdruck.

Neben dem Wunsch nach Leistungsverbesserung und Stressreduktion gibt es als Gegenpol die Suche nach intensivierter Wahrnehmung und Grenzerfahrungen. Dafür kommen meist im Rahmen von Gruppen diverse Pflanzen wie Ayahuasca zur Anwendung. 

Neuro-Enhancement ist gesellschaftlich relevant

Das Phänomen ist auch gesellschaftlich relevant. In einer leistungsbezogenen Gesellschaft mitzuhalten, erfolgreich in Beruf und Privatleben zu performen oder sich besondere spirituelle Erlebnisse zu beschaffen, die über das Normale hinausgehen, sind Motive für Neuro-Enhancement.

Die Konsument*innen sind unauffällig und werden daher kaum in der Suchtberatung vorstellig, auch wenn die betreffenden Substanzen teilweise über ein beträchtliches Suchtpotenzial und entsprechende Nebenwirkungen verfügen.

Anmeldung

Sie können sich in Kürze an dieser Stelle zur Tagung anmelden.

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