Junge Wissenschaft: Fallanalysen Sozialer Arbeit

  • Wann:
  • Wo: FH St. Pölten, Kleiner Festsaal

Studierende des Bachelor Studiengangs Soziale Arbeit präsentieren im Rahmen einer Open Lecture des Ilse Arlt Insituts für Soziale Inklusionsforschung ihre Forschungsergebnisse.

Bachelor Projekte der Sozialen Arbeit

Anna Auböck: Zurück zur Familie?

Vorgehensweisen & Wahrnehmungen bei der Rückführung eines Kindes in die Herkunftsfamilie. Zurück zur Familie?

Abstract:

Die vorliegende qualitative Fallstudie erforscht die Vorgehensweise und die eingesetzten Maßnahmen im Rückführungsprozess eines fremduntergebrachten Kindes in seine Herkunftsfamilie. Durch narrative Interviews mit verschiedenen Beteiligten einer Rückführung werden mit Hilfe der Auswertungsmethode des offenen Kodierens differenzierte Wahrnehmungen und Perspektiven verglichen. Die Ergebnisse zeigen auf, dass für eine erfolgreiche Begleitung und Unterstützung Aspekte des professionellen Handelns und einer professionellen Haltung von Seiten der UnterstützerInnen beachtet werden müssen. Diese Fallstudie kann für die Fachkraft der Kinder- und Jugendhilfe als Evaluierungsleitfaden für die Reflexion von Rückführungsprozessen eingesetzt werden.

Iris Schwaighofer: Schulsozialarbeit in der Praxis

Schulsozialarbeit in der Praxis. Ein Beispiel für die Zusammenarbeit verschiedener Unterstützungssysteme

Abstract:

In dieser Arbeit wird am Beispiel einer Schule die Zusammenarbeit von Sozialarbeit mit anderen Unterstützungssystemen wie BeratungslehrerInnen oder Jugendcoaching untersucht. Die Auswertung der durchgeführten Interviews legt nahe, dass der Zusammenschluss zum Team stark personenabhängig ist und auf freiwilliger Basis beruht. Der Fokus liegt vor allem auf dem gemeinsamen Auftreten und weniger in der interdisziplinären Zusammenarbeit. Die Betreuung der SchülerInnen erfolgt jeweils durch die einzelnen SpezialistInnen; fachlicher Austausch findet anlassbezogen und auf individueller Basis statt. Ressourcenknappheit und Verschwiegenheitspflicht erschweren - unter anderem - eine engere Zusammenarbeit.

Andreas Weissensteiner: Stigmatisierung psychisch erkrankter Menschen

Stigmatisierung psychisch erkrankter Menschen. Zwischen Alltag und Stigmatisierung

Abstract:

Diese Arbeit beschäftigt sich mit Stigmatisierungserfahrungen psychisch erkrankter Menschen und gibt einen Überblick über die Auswirkungen des Phänomens der Stigmatisierung auf das Leben der Betroffenen. Das Datenmaterial, das dieser qualitativen Forschung zu Grunde liegt, wurde mithilfe von narrativen Interviews erhoben, durch eine Netzwerkkarte ergänzt und mittels der Systemanalyse nach Froschauer/Lueger ausgewertet. Im Zuge der Untersuchungen konnte festgestellt werden, dass Stigmatisierung negative Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf, das Mobilitätsverhalten und die Autonomie psychisch erkrankter Menschen ausübt und für Distanzierungstendenzen im sozialen Netzwerk der Betroffenen mitverantwortlich ist. Sie verhindert somit eine gerechte Teilhabe an der Gesellschaft.

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