10 Jahre Media- und Kommunikationsberatung

Gerhard Turcsanyi im Gespräch.

Kamingespräch zum Thema apparative Marktforschung

Der Studiengang „Media- und Kommunikationsberatung“ der Fachhochschule St. Pölten feiert dieses Jahr das 10-jährige Bestehen. Aus diesem Anlass veranstaltet der Studiengang eine Kamingesprächsreihe mit hochkarätigen Expertinnen und Experten. Den Auftakt machte eine Diskussion zum Thema „Apparative Marktforschung: Messen statt befragen“.

Die Kamingesprächsreihe anlässlich „10 Jahre Media- und Kommunikationsberatung“ der FH St. Pölten richtet sich in erster Linie an Expertinnen und Experten aus dem Marketing- und Kommunikationsbereich. Als GesprächspartnerInnen der ersten Veranstaltung konnten Media-Experte Gerhard Turcsanyi und Johanna Grüblbauer, stellvertretende Institutsleiterin des Instituts für Medienwirtschaft  und Leiterin des Usability- und Beratungslabors des Departments Medien und Wirtschaft an der FH St. Pölten, gewonnen werden. Die Moderation des Kamingesprächs übernahm Herwig Stindl.

Messen und Befragen

Gerhard Turcsanyi und Johanna Grüblbauer lieferten beim ersten Kamingespräch interessante Einblicke in die verschiedenen Herangehensweisen der Marktforschung und zeigten einmal mehr auf, dass jedes Verfahren für sich seine eigenen Maßstäbe setzt. Einen sinnvollen Weg sehen die Expertin und der Experte in der Kombination von Messen und Befragung, denn auch große Datenmengen ergeben nur Sinn, wenn man diesen die richtigen Fragestellungen voranstellt. „Ich werde skeptisch, wenn man nur mehr an die Menge glaubt. Durch apparative Methoden erhält man sehr viele Zahlen, aber was macht man damit?“, so Gerhard Turcsanyi, der 1988 die Turcsanyi Mediaberatung gründete und dort seit 2005 als Senior Consultant tätig ist.

„Die Welt durch die Augen eines Anderen betrachten“

Ein sinnvolles Verfahren sieht Turcsanyi allerdings in der Methode Eyetracking: Mithilfe von Eyetracking können Blickverläufe gemessen und auf diese Weise auch Vorgänge, die eigentlich unbewusst passieren, für Forschungszwecke herangezogen werden. „Die Methode ermöglicht dem Untersuchenden, die Welt durch die Augen eines anderen zu betrachten. So können beispielsweise Suchmuster am Point of Sale erhoben oder auch Stolpersteine bei der Bedienung von Softwareprogrammen herausgefiltert werden“, erklärt Johanna Grüblbauer.

Austausch fördern und Fachdialog anregen

„Es freut mich sehr, dass wir mit Gerhard Turscanyi und Johanna Grüblbauer nicht nur zwei hochkarätige Marktforschungs-Expertinnen und -experten, sondern auch langjährige MitarbeiterInnen des Studiengangs Media- und Kommunikationsberatung für unsere Jubiläums-Gesprächsreihe gewinnen konnten“, so Helmut Kammerzelt, Studiengangsleiter Media- und Kommunikationsberatung und Initiator der Kamingesprächsreihe. „Die Veranstaltung soll einen exklusiven Rahmen bieten, um sich mit Kolleginnen und Kollegen aus der Kommunikationsbranche auszutauschen und den Fachdialog anzuregen.“

Das nächste Kamingespräch findet am 28. April 2016 unter dem Motto „Alles Digital! Oder was?“ im Parkhotel Schönbrunn statt.

Mit freundlicher Unterstützung von Forum Media Planung.

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