Studierende produzieren immersives 360°-Video

Projektstand "360° Video" bei der Projektevernissage 2016

Virtuelle Realität, transmediales Storytelling und ein Raum aus Karton - ein 360°-Video entsteht.

Virtuelle Realität (VR) in Verbindung mit 360°-Video wird das Filmemachen in den nächsten Jahren verändern. Verstärkt durch ein multisensorisches Erlebnis ruft diese immersive Technologie bei den NutzerInnen intensive Emotionen und Empathien hervor und fördert ein direktes sinnliches Erleben. Für BewegtbildproduzentInnen ergeben sich dadurch neue Möglichkeiten und Herausforderungen bei der Formatentwicklung, der Produktion und im Besonderen für das Storytelling. Mit Hilfe einer VR-Brille werden die ZuseherInnen Teil der virtuellen Welt und können selbst entscheiden aus welchem Blickwinkel das Video angesehen wird. Filmschaffende müssen neue Methoden erforschen, um die Aufmerksamkeit der ZuseherInnen zu führen.

360°-Video für Alternate Reality Game

Das Projekt "360°-Video" ist Bestandteil des transmedialen Alternate Reality Games „Ein Schwein für einen Tag“ für 10 bis 12- jährige SchülerInnen, das im Rahmen des Forschungsprojektes TraEx - Transmedia Extensions, gendersensibles Erzählen für Kinder mit einem Team von hauptberuflichen Researchern, Lehrenden und Studierenden derzeit am IC\M/T der FH St. Pölten unter der Leitung von Rosa von Suess entwickelt und umgesetzt wird. In diesem Medienkompetenz fördernden Spiel suchen die TeilnehmerInnen drei Tage lang im Kollektiv nach Hinweisen, die auf zahlreiche Plattformen und Medien verteilt wurden, um ein verschwundenes Schwein zu finden. Neben klassischen Medien und analogen Fundstücken kommen Social Media Einträge, Online-Videos, 3D-Virtual Reality (VR) und 360°-Videos für mobile Devices zum Einsatz.

Virtueller Raum wird erlebbar

Für die Produktion des 360°-Videos wurde von Studierenden des 3. Semesters im Bachelor Studiengang Medientechnik unter Anleitung der Forschungsgruppe Media Creation eigens ein real begehbarer Raum aus Karton konstruiert der auch im Spiel mittels einer VR-Brille und einem mobilen Endgerät als virtueller 360° Raum erlebbar ist, und in dem die SpielerInnen ein komplexes Rätsel lösen müssen. Im Mittelpunkt des mit Hilfe von 6 GoPro-Kameras, einem speziellen VR-Rig und einer Stitchingsoftware produzierten 360°-Videos steht die Auseinandersetzung mit transmedialem Storytelling und immersiven Content im 360°-Raum.

Gewinner bei der Projektevernissage 2016

Bei der diesjährigen Projektvernissage wurden Katharina Kapflinger, Esther Kudlik und Johannes Traun für das Projekt „360°-Video“, das im Auftrag der Forschungsgruppe Media Creation entstand, mit dem ersten Platz in der Kategorie Medientechnik Studienprojekte ausgezeichnet.

 

 

 

 

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