A+A Fachmesse 2017

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Die Branchenmesse für persönlichen Schutz, betriebliche Sicherheit & Gesundheit bei der Arbeit fand vom 17. bis 20. Oktober 2017 in Düsseldorf statt.

FH-Dozentin Romana Bichler nahm am Kongress im Rahmen der globalen Leitmesse teil und präsentierte „Maßnahmen zur Verbesserung der Aufmerksamkeit in Betriebsführungszentralen“, welche auf das Projekt AlternessControl zurückzuführen sind.

AlternessControl – Risikobasiertes Handeln

(Tages-)Schläfrigkeit stellt bei überwachenden Tätigkeiten ein besonderes Risiko dar. Im Rahmen des Projekts AlertnessControl wurden Maßnahmen entwickelt und getestet, die den aktuellen Grad der Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit ermittelt haben und individualisierte Empfehlungen hinsichtlich auszuführender aufmerksamkeitssteigernder Maßnahmen ausgaben. Eingesetzt wurden sowohl aktivierende als auch deaktivierende Methoden. Das Ziel der Studie war zu erheben, ob sich die Konzentration sowie die subjektive Einschätzung der Müdigkeit durch die Durchführung der verschiedenen Maßnahmen verändert.

Vorstudie mit MitarbeiterInnen der ÖBB

In einer Vorstudie (Test/Retest) wurden bei MitarbeiterInnen einer Betriebsführungzentrale (BFZ) der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) aktive und entspannende Maßnahmen zur Pausengestaltung in Form eines zehnminütigen von TrainerInnen angeleiteten Übungsprogrammes getestet. Die Testpersonen konnten frei zwischen den beiden Maßnahmen wählen und auch der Zeitpunkt der Pause konnte frei entschieden werden.

Jeweils vor und nach der Intervention wurde die Konzentration anhand des Aufmerksamkeits-Belastungs-Tests (d2-Test) und das subjektive Müdigkeitsgefühl anhand der visuellen Analogskala (VAS) erhoben. Die aktive Maßnahme wurde im Projekt selber mit Hilfe von Videos, welche mit Hilfe des Kinect-Sensors selbständig ausgeführt werden sollten, umgesetzt.  

Ergebnisse der Vorstudie

In der Vorstudie konnte festgestellt werden, dass sowohl die entspannende als auch aktivierende Pausengestaltung zu einer höchst signifikanten Steigerung der Konzentration und zu einer höchst signifikanten Reduktion des subjektiven Müdigkeitsgefühls geführt hat. Die aktivierende Maßnahme, welche im Projekt als Pausengestaltung mittels Kinect-Sensor angeboten wurde, konnte aufgrund fehlender TeilnehmerInnen im Projekt AlternessControll nicht evaluiert werden. Eine Aufgabe besteht jetzt darin zu erheben, warum das Bewegungsangebot mit dem Kinect-Sensor von den Studienteilnehmerinnen und -teilnehmern nicht angenommen wurde. Das Nichtnutzen könnte ein Hinweis darauf sein, dass von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der persönliche Kontakt zu Trainerinnen und Trainern ein entscheidender Faktor für die Motivation zur Durchführung von Übungsprogrammen ist, bzw. auch der frei wählbare Zeitpunkt der Pause.

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