Ausstellungseröffnung See it – Be it!

Die Ausstellung „See it, be it! Irgendwas mit Film!“ widmet sich Frauen in der Filmbranche

FH St. Pölten setzt Zeichen für mehr weibliche Beteiligung in der Film- und TV-Branche

Mit der Ausstellung, die gemeinsam mit dem Verein FC Gloria ins Leben gerufen wurde, versucht die FH St. Pölten Frauen zu einer Karriere in der männlich dominierten Film- und TV Branche zu animieren.

„See it, be it! Irgendwas mit Film!“ entstand als Kooperation von FC Gloria und der Fachhochschule St. Pölten und war vom 6. bis 8. März 2019 anlässlich des internationalen Frauentags und der jährlichen Infoveranstaltung erfolgreich.bewerben an der FH St. Pölten ausgestellt. Neben weiblichen Größen aus der Filmbranche stellen auch Absolventinnen der FH St. Pölten ihr Berufsbild vor.

Bedeutung von Role-Models

Im Zuge der Eröffnung diskutierten namhafte Frauen aus der Branche über aktuelle Entwicklungen und Strategien bei der Integration von Frauen im Filmbereich. Rosa von Suess (Kuratorin der Ausstellung und stellvertretende Studiengangsleiterin Medientechnik), Eva Testor (Kamerafrau und Romypreisträgerin), Karin Berghammer (Produzentin und Vorstand von FC Gloria), Sarah Schützenhofer (Produktionsleiterin Sandrats Media Company) waren sich vor allem über die Bedeutung von weiblichen Vorbildern einig.

„Um mehr junge Frauen zu ermutigen, Berufe in der zunehmend digitalisierten Filmproduktion nicht nur zu erlernen, sondern auch auszuüben, sind Role-Models nötig. Eine der größten unterrepräsentierten Gruppen in der Filmbranche sind die Frauen", sagt Rosa von Suess.

Frauen in Führungspositionen

Laut dem österreichischen Film-Gender-Report gehen insgesamt 80 Prozent der öffentlichen Fördermittel an Produktionen, deren leitende Positionen von Männern besetzt sind. „Der Gender-Report zeigt eindeutig, dass der Anteil an Frauen am gesamten Personal zunimmt, wenn Führungspositionen in Produktionen weiblich besetzt sind. Deswegen muss es uns allen, egal ob Männer oder Frauen, wichtig sein, Gender Equality anzustreben. Das muss uns auch als Ausbildungseinrichtung ein Anliegen sein“, betont von Suess.

Wie wichtig es ist, auch im Film weibliche Sichtweisen und Perspektiven zu transportieren, betont Karin Berghammer von FC Gloria. Der Verein setzt sich für Gleichberechtigung in der österreichischen Filmbranche ein: „Wir vom FC Gloria versuchen, Filme von Frauen und jenen, die hinter der Kamera arbeiten, sichtbarer zu machen. Die Ausstellung ist ein Teil dieser Initiative. Es ist wichtig Frauen als Role-Models zu zeigen.“

Kooperationspartner gesucht

Die Diversität der Gesellschaft sollte sich auch hinter der Kamera zeigen und das Filmemachen sollte daher für viele unterschiedliche Menschen zugänglich sein. Ein faires Geschlechterverhältnis in der Film- und TV-Produktion wäre ein wichtiger Schritt, um der Perspektive von Frauen einen größeren Stellenwert in der Gesellschaft zu verschaffen.

Deshalb wird die Ausstellung in weiterer Folge auch an Schulen als Wanderausstellung vorgestellt werden. Schülerinnen sollen durch die Präsentation von weiblichen Role-Models die gezeigten Berufen kennenlernen, sowie Informationen über Filmberufe und Ausbildungsmöglichkeiten erhalten. Für interessierte Schulen besteht die Möglichkeit sich um eine Ausrichtung der Ausstellung zu bewerben.

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