Austria to Austin

Zwei FH-Studierende bei Entrepreneurship-Bootcamp in Austin mit dabei

FH-Studierende kamen in den Genuss eines zweiwöchigen Entrepreneurship-Bootcamps in Austin, Texas. Johannes Ambrosch erzählt von seinen Erfahrungen

Johannes Ambrosch und Nicole Bilek, beide derzeit im dritten Semester ihres Masterstudiums Interactive Technologies an der FH St. Pölten, schnupperten Startup-Luft in Austin, als sie für zwei Wochen am Entrepreneurship-Bootcamp Austria to Austin teilnahmen.

Einmal jährlich wird das Programm von dem texanischen Nonprofit 3 Day Startup organisiert und von der österreichischen US-Botschaft gesponsert. In dem Programm geht es darum, 20 österreichischen Studierenden aus den verschiedensten Disziplinen unternehmerisches Denken und dazugehörige Skills zu vermitteln.

Dies passiert im Rahmen eines dreitägigen Workshops, in dem die Studierenden an ihren eigenen Geschäftsideen arbeiten und diese von der bloßen Idee bis zu einem fertigen Investor-Pitch entwickeln. In den restlichen Tagen lernen die TeilnehmerInnen durch Konferenzen und Firmenbesuche die Startuplandschaft von Austin kennen.

Eigene Geschäftsideen entwickeln und pitchen

Johannes Ambrosch ist dankbar für die Erfahrungen, die er in Austin sammeln konnte, denn er hat an der FH St. Pölten in diesem Wintersemester viel vor. "Ich habe mich unter anderem beworben, weil ich mit einem Studierendenteam hier im Oktober probieren will, mit einer Geschäftsidee in den Creative Pre-Incubator (CPI) zu kommen. Und tatsächlich, ich konnte wertvolle Erfahrungen sammeln und mich auf den CPI-Pitch vorbereiten", erklärt er seine Motivation für die Teilnahme an Austria to Austin.

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"Beim A2A Exchange habe ich dann ein Konzept für Augmented Reality Smartglasses für Blinde und Sehbehinderte gepitcht. Diese Brillen sollen in persönlichen Gesprächen den Gesichtsausdruck des Gegenübers erfassen und mittels Sonifikation an den Brillenträger, die Brillenträgerin weitergeben", erzählt Ambrosch über seine Geschäftsidee "Mimic", an der er während des Bootcamps gearbeitet hat. Was kann man sich unter Sonifikation genau vorstellen? Ambrosch: "Also, es gibt beispielsweise ein Geräusch für Lächeln und ein anderes für Stirnrunzeln."

Seine Idee fand Anklang. Sie wurde als eine der Top 5 gevotet und dadurch ins Programm aufgenommen. "Das bedeutet, dass wir in einem Viererteam während des Bootcamps intensiv an dieser Idee arbeiten konnten. Was mich dabei am meisten erstaunt hat, ist, wie leicht man in den USA ein Netzwerk aufbauen kann", so Ambrosch.

Einem Mentor habe der erste Probepitch seines Teams so gut gefallen, dass er ihnen sofort einen persönlichen Kontakt bei Bose Ventures verschafft hat, damit Ambrosch und sein Team deren AR-Plattform für eigene Idee verwenden konnten.

Netzwerken für die berufliche Zukunft

"Ich fand es während des Programms sehr beeindruckend, wie Studierende aus den verschiedensten Richtungen zusammengekommen sind und mit einer unheimlichen Energie an diesen Geschäftsideen gearbeitet haben", erzählt Ambrosch rückblickend. Oft seien eine Menge an Proaktivität und Improvisation gefragt gewesen, und zwar in einer Intensität, die so im Studium seiner Erfahrung nach nicht vorkommt. "Das dortige Arbeitstempo könnte man wohl nicht für ein ganzes Semester halten, aber der Lernerfolg in diesen zwei Wochen war dadurch immens."

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Mitgenommen haben Ambrosch und Bilek abgesehen von den sehr wertvollen internationalen Verbindungen noch so Einiges: Denn sie haben sich zum einen ein unbezahlbares berufliches Netzwerk mit den anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Österreich aufbauen können und zum anderen auch privat Freundschaften geknüpft.

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