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Die DSGVO in Österreich

Eine Bachelorarbeit aus dem Studiengang IT Security zur Datenschutzgrundverordnung und ihrer Umsetzung in Unternehmen.

Die DSGVO in Österreich
Symbolbild DSGVO
Copyright: Katarina Balgavy

Im Rahmen seiner Bachelorarbeit an der FH St. Pölten hat Dominik Burak, Student aus dem Bachelor Studiengang IT Security, zahlreiche Unternehmen in Österreich zum Thema Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) befragt. In der Umfrage, an der 90 österreichische Unternehmen teilgenommen haben, wurden fachspezifische Fragen – wie die Implementierung von Maßnahmen und Verantwortlichkeiten – zur Umsetzung der DSGVO gestellt.

Einblicke in die Entwicklung des Datenschutzes in Österreich 

Generell sind Studien zum Thema Datenschutz in österreichischen Unternehmen nur sehr begrenzt verfügbar, obwohl diese Thematik von großer Bedeutung ist, um die Privatsphäre vor unrechtmäßiger Verarbeitung zu schützen. Durch Studien im Bereich Datenschutz können wichtige Informationen über die derzeitige Situation, sowie den Vergleich innerhalb verschiedener Branchen gewonnen werden. Des Weiteren können diese Studien wichtige Einblicke sowie Anhaltspunkte für die Entwicklung des Datenschutzes in Österreich liefern.

Um die Lücke der fehlenden Studien zu schließen behandelt die, im Rahmen der Bachelorarbeit von Dominik Burak durchgeführte, Studie daher folgende Themenbereiche:

  • Vorbereitungszeit auf die Datenschutzgrundverordnung
  • Form der Verarbeitung
  • Rollen und Verantwortlichkeiten
  • Implementierungsgrad von Prozessen
  • Vorteile durch Datenschutzgrundverordnung
  • Probleme und Hindernisse bei der Umsetzung

Die dabei erzielten Ergebnisse zeigen, dass die Mehrheit der Befragten bereits technische und organisatorische Maßnahmen umgesetzt haben oder in Vorbereitung sind. Bei der Umsetzung gaben 37 Prozent der Befragten an, sich schon länger als sechs Monate mit der DSGVO zu beschäftigen, lediglich für vier Prozent war die Datenschutzgrundverordnung zum Zeitpunkt der Studie nicht bekannt.

Nachholbedarf ortet die Studie bei der Klassifizierung von Daten. So haben 40 Prozent der Befragten angegeben, noch keine Klassifizierung zu besitzen, lediglich 22 Prozent haben bereits eine gut funktionierende Datenklassifikation im Einsatz.

Weitere Herausforderungen zum Datenschutz in den nächsten Jahren

„Die Arbeit stellt eine gute Ausgangsbasis für den Vergleich der Entwicklung des Datenschutzes dar. Es wird interessant sein, wie Unternehmen die Fragen in fünf Jahren beantworten werden“, so Simon Tjoa, FH-Dozent und Internationaler Koordinator im Department Informatik und Security. 

Die Fragen rund um das Thema Datenschutzgrundverordnung werden uns also noch vor weitere Herausforderungen stellen und uns die kommenden Jahre beschäftigen.