baroXmedia – Barock meets digitale Medienkunst

baroXmedia – Barock meets digitale Medienkunst @Internationale Barocktage Stift Melk 2019

Auf Einladung der Internationalen Barocktage Stift Melk hielten FH-Medienprojekte Einzug ins Stift und eröffneten einen erweiterten Erlebnisraum

baroXmedia ergänzte das Programm der "Internationalen Barocktage Stift Melk", das am Pfingstwochenende stattfand. Am Pfingstsonntag, den 9. Juni 2019 erfuhr die Veranstaltung eine experimentelle Erweiterung durch Medienprojekte von Studierenden der FH St. Pölten aus dem Bachelor Studiengang Medientechnik mit dem Schwerpunkt Experimentelle Medien.

Das Stift öffnete sich und gab im Dialog mit den Arbeiten der Studierenden unbekannte Blicke frei. "Aktuelle Medienexperimente und audiovisuelle Zeitbilder durchmischten den Raum des Klosters, mischten sich bewusst aus einer subjektiven Perspektive ein und schufen eine Verbindung hin zu einem erweiterten Erlebnisraum", freut sich FH-Dozent Markus Wintersberger, der die Studierenden in ihrer Projektarbeit unterstützte, über die gelungene Kooperation mit dem Stift Melk.

"In dieser Auseinandersetzung mit barocker Geschichte fand Zukunft statt, verlebendigte sich in seiner Vielfalt und schuf neue Kraftfelder der Imagination", so Wintersberger weiter. 

Experimentelle Erweiterung durch FH-Medienprojekte

Das Barock in all seiner ausladenden Materialität bietet laut Wintersberger einen idealen Diskurs-Rahmen hin zu aktuellen digitalen und virtuellen Zeitbildern. Die damit einhergehende Auflösung von physischer Realität hin zu einer virtuellen Datenmatrix könne bereits aus den reliefartigen Artefakten des Barocks herausgelesen werden.

"Die per se statisch gedachte Form des Raumes, die im Barock eine dynamisch-skulpturale Wirkung erfährt, spiegelt somit auf wundersame Weise eine Logik des Digitalen wieder. Raum und Zeit gehen eine besondere Verbindung ein, verschließen sich zu einer ästhetischen Wirkmacht und treffen somit den Geist unserer Zeit." 

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Verlebendigt sei der Raum, die Wand, der Plafond, die Geometrie als Gesamtes. Für Wintersberger unterscheidet sich unsere Zeit so kaum von dem Gedankengebäude des Barock und habe aufgrund der experimentellen Projekte der FH-Studierenden genau diese Verbindung zum Vorschein gebracht.

126 – AV Videoinstallation

Laurenz Oellinger & Antonio Labuhar

Eine audiovisuelle Installation: Sieben Emotionen und sieben Kontraste, verpackt in einer zwölfminütigen Story, werden in einer Endlosschleife abgespielt. Der Einstieg ist jederzeit möglich und eröffnet eine jeweils andere Chronologie der Geschichte. Das Projekt möchte persönliche Gefühle transportieren und experimentiert dafür mit Formen; bei den BetrachterInnen werden wiederum Emotionen ausgelöst. Es wird der Frage nachgegangen, welche Gefühle dabei miteinander in Kontakt kommen.

Ocean of Colors – AV Videoinstallation

Ines Blatterer & Sophie Yang

Ocean of Colors erzählt mittels Bewegung von Farben im Einklang mit der Musik eine Geschichte. Durch das Experimentieren mit diversen Substanzen entstehen surreale Welten, in denen die Farben unkontrolliert harmonische Bilder formen. Es ist wie ein Tanz der Farben und Formen durch die Welten.

Rosette 4.0 – Interaktive, kinetische AV Installation

Fabian Kindl

Die interaktive Installation Rosette 4.0 versteht sich als Manifestationsversuch, der zur Wahrnehmbarmachung des neu eröffnenden Raumes dienen soll, welcher durch den technologischen Wandel und Ideen wie die der Industrie 4.0 entstehen könnte. 16 Module bestehend aus Rechner, Servo und Display formen gemeinsam einen kinetischen, bildgebenden Körper, mit dem die BenutzerInnen in Interaktion treten können.

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Kooperationspartner Stift Melk

Das Projekt kam auf Einladung der "Internationalen Barocktage Stift Melk" zustande. Medienprojekte von Studierenden, begleitet von Markus Wintersberger und seinem Team, Eva Fischer, Christian Munk, Antony Raijekov und Thomas Wagensommerer, konnten so einer breiteren kulturinteressierten Öffentlichkeit präsentiert werden.

Für die Schaffung dieser Möglichkeit gilt vonseiten der FH St. Pölten besonderer Dank Alexander Hauer und Sabine Lang, die für die organisatorische Umsetzung des Festivals verantwortlich sind. Weiters geht der Dank an Pater Martin Rotheneder, der dank seines aufgeschlossenen Zugangs für Kultur diesen aktuellen Medien-Experimenten die Räume geöffnet hat.

Die Projektverantwortlichen bedanken sich ebenso mit großer Wertschätzung bei Michael Schade, der als künstlerischer Leiter des Festivals dieser Kooperation seine Aufmerksamkeit geschenkt und damit die Internationalen Barocktage Stift Melk einem zeitaktuellen Diskurs überantwortet hat.

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