Barrierefrei leben

FH-Studierende bei Zero Project Conference

FH St. Pölten beteiligte sich an Zero Project Conference im Vienna International Centre zum Thema Barrierefreiheit

Mehr als eine Milliarde Menschen mit Behinderungen weltweit sind vom gleichwertigen Zugang zu Bildung, Arbeit, Gesundheitsversorgung und anderen Ressourcen ausgeschlossen. Schuld sind Barrieren in Gebäuden und Verkehrsmitteln aber auch in der Informationstechnologie und Zugang zu Produkten und Dienstleistungen.

Am 27. und 28. Februar widmete sich die internationale Zero Project Conference im Vienna International Centre dem Thema Barrierefreiheit.

Mit guten Beispielen voran

Im Vorfeld der Konferenz hat die Organisation Zero Project Best Practice-Beispiele zur Barrierefreiheit ausgewählt und veröffentlicht. Über 243 Projekte wurden nominiert. Eine Fachjury hat die 54 besten Projekte ausgewählt. Dieser Jury gehörte auch Monika Vyslouzil an, die Leiterin des Ilse Arlt Instituts für Soziale Inklusionsforschung der FH St. Pölten.

„Barrierefreiheit ist ein gesellschaftlich wichtiges Thema und spielt auch in der Ausbildung zur Sozialen Arbeit an der FH St. Pölten eine wichtige Rolle. Unsere Studierenden sammeln durch die Beteiligung an Projekten wie der Zero Project Conference wichtige Erfahrungen für Ihre spätere Arbeit“, sagt Vyslouzil.

Mitarbeit von FH-Studierenden

Zudem waren Studierende der FH St. Pölten am Zusammentragen der Informationen zu den Projekten beteiligt: Fünf Studierende aus fünf verschiedenen Semestern der Bachelor- und Masterstudiengänge für Soziale Arbeit haben Factsheets zu Projekten erstellt, die auf der Zero Project Website veröffentlicht wurden.

"Durch die Mitarbeit in diesem Projekt ist mir erst aufgefallen, wie leicht es mir fällt, auf Urlaub zu fahren. Denn ich muss mir zum Beispiel keine Gedanken machen, ob ich in Venedig alle Brücken besteigen kann. Menschen in einem Rollstuhl müssen das schon. Es war toll zu sehen wie viel innovative Projekte es auf der ganzen Welt gibt, um Barrierefreiheit zu gewährleisten, von einer barrierefreien Straßenkarte in Touristenhochburgen bis zu Bürgerinitativen für eine gerechte Stadtplanung," sagt Clara Pitzinger Studentin des Bachelorstudiengangs Soziale Arbeit an der FH St. Pölten.

Wertvolle Erfahrung

Die fünf Studierenden arbeiteten zudem bei der Konferenz mit und unterstützten KonferenzteilnehmerInnen mit besonderen Bedürfnissen beim Konferenzzugang bzw. während der Konferenz.

„Für mich ist es immer wieder erstaunlich, dass die meisten Leute keine Ahnung von Barrierefreiheit haben. Der Großteil der Menschen glaubt, dass Barrierefreiheit nur heißt, dass beispielsweise eine Tür breit genug ist, um mit einem Rollstuhl durchzufahren, und denkt nicht im Geringsten daran, dass Barrierefreiheit auch heißt, Internet, Kultur, Ausbildungen und vieles mehr für alle zugänglich zu machen“, sagt Agnes Brandstötter, ebenfalls Studentin des Bachelorstudiengangs Soziale Arbeit an der FH St. Pölten.

„Barrierefreiheit bedeutet, jedem die gleichen Möglichkeiten zu bieten. Auf der Zero Project Conference durfte ich mit den verschiedensten Organisationen in Kontakt treten, die dafür sorgen, dass alle an unserer Gesellschaft und Kultur teilhaben können. So gab es z.B. ein Projekt, das Motorräder ‚umbaut‘, sodass auch Menschen mit Behinderung jene nutzen können, oder eine App, die eine barrierefreie Route für Rollstuhlfahrer durch den Universitätscampus plant“ erzählt FH-Studentin Manuela Krivda von ihrer Erfahrung im Projekt.

Die Mitarbeit in Projekten ist an der FH St. Pölten fester Teil der Ausbildung. Studierende sammeln so wertvolle praktische Erfahrung. „Die Zero Project Conference 2014 bietet einen geeigneten Rahmen zur Vernetzung von Menschen, denen die Gleichberechtigung am Herzen liegt“, sagt Anna Oberleitner, Studentin des Masterstudiengangs Soziale Arbeit an der FH St. Pölten.

Zero Project Conference 2014, 27. und 28.Februar 2014

Vienna International Centre, Wien
Webseite

DasThema der Cero Project Conference 2015: Independent living.

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