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Beyond Europe – Research goes South Africa!

Im Rahmen des Projektes LICORNE absolvierten Hirut Grossberger und Birgit Blauensteiner vom 5. bis 10. Februar 2018 einen ersten Workshop in Südafrika

Das Projekt LICORNE – An Integrated Platform for Life Cycle Costing in the Rail Environment wird vom Carl Ritter von Ghega Institut für Integrierte Mobilitätsforschung gemeinsam mit der Stellenbosch University in Südafrika und MC Mobility Consultants GmbH durchgeführt. Unter der Projektleitung von Hirut Grossberger wird in dem Sondierungsprojekt unter anderem eruiert, was die Herausforderungen und möglichen Lösungen für eine integrierte Life Cycle Costing (LCC) Plattform bei unzureichender Datenlage sind. Untersucht wird, welche Plattformen für Datenaustausch und LCC vorhanden sind, wie adäquat diese für die Anwendung in Ländern wie Südafrika sind und welchen Einfluss staatliche Entscheidungen auf die Modellierbarkeit von LCC haben.

In Pretoria und Kapstadt wurden dazu bei diesem Workshop Fachgespräche mit der südafrikanischen Personenverkehrsgesellschaft PRASA, mit Plasser South Africa, der örtlichen Niederlassung des österreichischen Gleisbaumaschinenherstellers Plasser&Theurer, sowie mit Researchern der Stellenbosch University geführt. Mithilfe der Workshops in Südafrika jetzt zu Beginn, zur Mitte und am Ende der Projektlaufzeit werden unterschiedliche Anwendungsfälle und relevante Disziplinen im konkreten Kontext der Eisenbahnbetreiber Südafrikas untersucht. Integrierte LCC Methoden sollen nachhaltig implementiert und weiterentwickelt werden.

Nachhaltige Zusammenarbeit

Die Zusammenarbeit des Departments Bahntechnologie und Mobilität mit PRASA geht auf eine Studienreise einer südafrikanischen Delegation im April 2015 zurück, bei der diese im Rahmen des EU-geförderten Programms „New Skills for New Jobs“ das Department Bahntechnologie und Mobilität als Best Practice in der Eisenbahnausbildung besucht hat. Im November 2015 hat Hirut Grossberger das Department Bahntechnologie und Mobilität bei einer „New Skills for New Jobs“-Konferenz in Pretoria vertreten.

Der Lebenszyklus von Eisenbahnsystemen

Die Kostenmanagementmethode Life Cycle Costing (LCC) hat besonders in den letzten Jahren in Verkehrs-, Infrastruktur- und Eisenbahnunternehmen eine zentrale Rolle eingenommen. Dabei werden Anschaffungs- und Instandhaltungskosten abgewogen, um ein optimales Kostenverhältnis zu erreichen.
Für einen routinierten Ablauf derartiger Prozesse benötigt es eine ausführliche Menge an Daten, bei geringer Datenlage hingegen gestalten sich derartige Berechnungen noch schwierig.

Öffentlicher Verkehr in Schwellen- und Entwicklungsländern

Konkret ist das in Schwellen- und Entwicklungsländern der Fall. Dort kommt zwar öffentlichen Verkehrssystemen eine ganz besondere Bedeutung zu, den jeweiligen Unternehmen – meist noch in staatlicher Hand – fehlen aber dementsprechende Datenbanken oder Messsysteme. Bisher werden Investition rein nach deren Initialwert getätigt, nicht aber bezüglich Instandhaltungskosten über den gesamten Lebenszyklus bewertet. Ein vorhergehendes Projekt von MC Mobility Consultants in Zusammenarbeit mit dem staatlichen Schienenpersonenverkehrsunternehmen Südafrikas (PRASA) verortet deswegen ein enormes Anwendungspotential für LCC.

Beyond Europe

Das bis Ende September 2018 laufende Projekt wird in der Programmlinie „Beyond Europe” der FFG gefördert. Ziel dieses Programms ist es, zur Erhöhung der internationalen FTI-Aktivitäten und -Kooperationen bei österreichischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen mit Partnern außerhalb Europas in Form von Forschungsprojekten beizutragen.

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Dipl.-Ing. Dipl.-Ing. Dr. Grossberger Hirut

Dipl.-Ing. Dipl.-Ing. Dr. Hirut Grossberger

Senior Researcher Carl Ritter von Ghega Institut für integrierte Mobilitätsforschung Internationale Koordinatorin Department Bahntechnologie und Mobilität