St. Pölten University of Applied Sciences

Big Data – welche Chancen bieten Daten?

Die DiskutantInnen Georg Markus Kainz, Wolfgang Aigner, Kathrin Kränkl, Tassilo Pellegrini, Christa Müller und Matthias Schmidl sowie Moderator Michael Köttritsch bei der Veranstaltung wissen.vorsprung.

Expertinnen und Experten diskutierten im Rahmen der Veranstaltungsreihe wissen.vorsprung über Einsatzbereiche und Risiken von Daten.

Die Digitalisierung hat heute Einzug in sämtliche Lebensbereiche gehalten und wird auch in Zukunft unseren Alltag und die Berufswelt wesentlich beeinflussen. Daten gelten in der digitalisierten Welt als neue Leitwährung, „Big Data“, also das Sammeln und Auswerten großer Datenmengen, in vielen Branchen als große Wachstumshoffnung.

Die FH St. Pölten widmete kürzlich eine Podiumsdiskussion im Rahmen der Veranstaltungsreihe wissen.vorsprung diesem Thema. Unter dem Titel „Big Data – welche Chancen bieten Daten?“ diskutierten sechs Expertinnen und Experten im Impact Hub Vienna: Wolfgang Aigner und Tassilo Pellegrini (beide FH St. Pölten), Georg Markus Kainz (Quintessenz, Verein zur Wiederherstellung der Bürgerrechte im Informationszeitalter), Kathrin Kränkl (KKR Consulting und Sprecherin des Arbeitskreises Industrie 4.0/IoT in der Ubit), Christa Müller (Österreichische Nationalbibliothek) und Matthias Schmidl (Österreichische Datenschutzbehörde). Eröffnet wurde die Veranstaltung von Hannes Raffaseder, Leiter Forschung und Wissenstransfer der FH St. Pölten.

Von Algorithmen und „personal prizing“

Diskutiert wurden dabei unter anderem die Risiken, die die Datenflut mit sich bringt. Denn neben all den positiven Aspekten der „Datafizierung“ – etwa durch Algorithmen mehr über die Umwelt zu erfahren, menschliches Verhalten zu antizipieren und so der Risikominimierung zu dienen – könne die Mustererkennung auch zu einer Klassifizierung der Gesellschaft führen, etwa wenn durch „personal prizing“ dasselbe Produkt unterschiedlichen Kundengruppen zu unterschiedlichen Preisen angeboten wird.

Thematisiert wurde auch die „data literacy“, also die Datenkompetenz. Denn in der Diskussion war man sich einig: „Daten sind nicht gleich Daten“, sie müssten unterschiedlich verarbeitet und interpretiert werden. Gegebenenfalls müsse auch mit widersprüchlichen Daten operiert werden. Das dafür notwendige Verständnis sei (noch) unterentwickelt.

Daten würden aber auch große Chancen bieten, etwa in der personifizierten Medizin oder der Grundlagenforschung, aber auch am Dienstleistungs- und Handelssektor. Man müsse sich aber stets vor Augen halten, dass es sich bei Daten nicht automatisch um Fakten handle.

Hier können Sie die gesamte Veranstaltung im Facebook Stream nachschauen: 

  

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