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Bots, Daten und der Journalismus

Die Frage nach dem Verfasser eines Zeitungsartikels - Mensch oder Roboter?

Bots, Daten und der Journalismus
Alexander Fanta bei seinem Gastvortrag im Master Studiengang Wirtschafts- und Finanzkommunikation.
Copyright: Monika Kovarova-Simecek

Wenn Sie heute einen Zeitungsartikel lesen, kann es durchaus sein, dass dieser von einem Roboter geschrieben wurde. Vor allem dann, wenn es um Sport oder Finanzen geht, war höchstwahrscheinlich ein Algorithmus am Werk.

Robot Journalism prägt schon seit längerem die journalistische Content-Produktion. Die Nachrichtenagenturen Bloomberg und Reuters gelten als Vorreiter des Roboterjournalismus, aber auch bei der APA (Austria Presse Agentur) spielt die automatisierte Texterstellung heutzutage eine große Rolle.

Welche Rolle spielen Daten im Journalismus?

Alexander Fanta, EU-Korrespondent von netzpolitik.org, beschäftigt sich schon lange mit der Digitalisierung im Journalismus. Am 20. Dezember 2018 erläuterte er im Rahmen der Lehrveranstaltung "Financial Technologies" im Studiengang Wirtschafts- & Finanzkommunikation, wie  Automatisierung bei Bloomberg und Reuters funktioniert, welche Rolle Daten im Journalismus spielen und wie Sprach-Technologien den Journalismus und die Kommunikationsbranche verändern werden.

"Die Zukunft gehört autmoatisierten Texten"

„Die Zukunft gehört den automatisierten Texten, aber menschliche Reporter bleiben auch weiterhin wichtig, vor allem im Finanzjournalismus. Automatisierung ist aber nur dort möglich, wo wir Zugang zu Daten haben und wo die Daten auch strukturiert vorliegen. Daten sind die Schlüsselressource im Roboterjournalismus“, so die Einschätzung von Alexander Fanta.

Der Vortrag von Alexander Fanta war der Auftakt für eine spannende Diskussion unter den Studierenden, die an der #openlecture unter der Leitung von Tassilo Pellegrini teilgenommen haben. So wurde zum Beispiel viel darüber diskutiert, inwieweit durch KI-gestützte Newsfeeds und Audience Metrics Filterblasen verstärkt werden.