„Brand Slam“ zum Thema Employer Branding

Martha Bousek (2. v. l.) und Harald Wimmer, stellvertretender Studiengangsleiter Media- und Kommunikationsberatung (rechts außen), mit Studierenden.

Martha Bousek sprach über Arbeitgebermarke

Im Rahmen des „Brand Slam“ lädt der Studiengang Media- und Kommunikationsberatung der FH St. Pölten in Kooperation mit der Agentur isobar regelmäßig Expertinnen und Experten ein, um über die Themen Marken und Markenführung zu diskutieren. Mit Martha Bousek, zuletzt Head of Corporate Communications & Public Affairs beim Pharmaunternehmen GlaxoSmithKline, konnte kürzlich eine Expertin im Bereich Employer Branding mit 20-jähriger Berufserfahrung gewonnen werden. So profitierte das Publikum nicht nur von ihren Best Practices beim Unternehmen GlaxoSmithKline, sondern konnte auch Tipps für zukünftige Assessment-Prozesse mitnehmen.

Die Arbeitgebermarke

Die „Employer Brand“ soll das Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber präsentieren und vom Mitbewerb differenzieren. Damit sollen nicht nur potenzielle, sondern auch bestehende MitarbeiterInnen angesprochen werden. Allerdings ist die Arbeitgebermarke laut Bousek stark durch Trends wie Demographie, Technologie und Wertewandel beeinflusst. Es gäbe damit künftig weniger verfügbare Arbeitskräfte, die noch dazu besser informiert sind und mehr Wert auf berufliche Selbstbestimmung legen – eine Herausforderung für die Kommunikation. 

Markenbildungsprozess: Internal Branding

„Interne Markenführung zielt darauf ab, MitarbeiterInnen für die Marke zu begeistern und ihr Verhalten im Sinne der Marke zu beeinflussen. Der Markenprozess findet intern im Unternehmen gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern statt, die bei der Definition der Identität eingebunden werden“, erklärt Bousek. „Gemeinsam wird eine starke Marke geschaffen, die aussagekräftig, anspornend und anleitend sowie gesellschaftlich relevant ist. Hier entstehen das Arbeitgeberversprechen und die Führungsleitsätze – und diese sollen halten, was man den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verspricht. Um zu überprüfen, ob die geschaffene Marke tatsächlich gelebt wird, ist nach Martha Bouseks Erfahrung ein direkt vom Führungsanspruch abgeleiteter Beurteilungsbogen für Vorgesetzte hilfreich.

Die Ich-Marke im Assessment-Prozess

Im Bewerbungsprozess ist eine starke „Personal Brand“ wesentlich. Diese basiert für Bousek auf Authentizität und Glaubwürdigkeit. Bei einem Assessment-Prozess stehen neben der Leistungsfähigkeit die Persönlichkeit und damit Grundwerte, Motivatoren und Stärken sowie Schwächen im Vordergrund. BewerberInnen sollten klar aufzeigen, wer sie sind, was sie bisher gemacht haben und was sie anzubieten haben. Dabei sollten sie auch auf ihre „Unique Selling Proposition“ (USP) setzen, also ihr Alleinstellungsmerkmal. Gefragt nach ihrem eigenen USP antwortete Bousek: „Building Trust. Ich bin gut darin, Vertrauen aufzubauen und es ist mir möglich, auch in schwierigen Projekten MitarbeiterInnen zu motivieren.“ 

Mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Niederösterreich.

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