Conferencing als Prinzip: Workshop im Justizministerium

für das Projekt „Unterstützte Entscheidungsfindung“ wurden am 29.8.2013 unterschiedliche Conferencing-Modelle vorgestellt und diskutiert

Erfahrungen aus Forschung und Praxis zeigen, dass sich Conferencing-Modelle, bei denen Betroffene selbst an Lösungen für ein definiertes Problem arbeiten, auch abseits des Jugendwohlfahrt-Kontexts eignen. Ein Einsatzbereich ist derzeit das Pilotprojekt "Unterstützte Entscheidungsfindung" des Justizministeriums, bei dem Entscheidungen sowie finanzielle und rechtliche Angelegenheiten behinderter oder psychisch beeinträchtigter Menschen von diesen gemeinsam mit Angehörigen und Bekannten gefällt werden. Dieses Verfahren des Conferencing kann eine Alternative zu Entscheidungen durch Sachwalter und Pflegschaftsrichter sein.

Am 29.8.2013 fand dazu im Bundesministerium für Justiz ein Workshop statt, bei dem unter der Leitung von Sektionschef Dr. Kathrein unterschiedliche Conferencing-Modelle vorgestellt und diskutiert wurden. Michael Delorette, Lektor im Bachelor Studiengang Soziale Arbeit sowie im Lehrgang "Koordination von Familienräten" an der FH St. Pölten, präsentierte das Modell der "Sozialen Gruppenkonferenz". "Bei der Sozialen Gruppenkonferenz treffen FreundInnen, Bekannte und Verwandte zusammen, um ernst zu nehmende Schwierigkeiten gemeinsam zu lösen", erklärte Delorette.

Daneben wurden auch die Modelle

präsentiert und im Anschluss in kleineren Arbeitsgruppen diskutiert. 

Links:

Folder zur "Sozialen Gruppenkonferenz" des Ilse Arlt Instituts
BMJ

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