Crashkurs an der FH St. Pölten: Scheitern

Start-up-Gründer Roberto Nodale erzählt seine Geschichte von Hoffnungen, Selbstausbeutung und dem Ende einer einst gefeierten Geschäftsidee.

Die Kunst des Scheiterns stand im Mittelpunkt einer Veranstaltung von Studierenden des berufsbegleitenden Lehrgangs Eventmanagement.

In einem „Crashkurs“ zum Thema „Fear & Fail“ haben vor kurzem an der FH St. Pölten hochkarätige Speaker über deren Strategien rund um das Scheitern berichtet. Die Ideen und Intentionen mögen zwar gut gewesen sein, aber am Ende hat es leider nicht zum Erfolg gereicht. Viele Betroffene gehen aus solchen Niederlagen allerdings gestärkt hervor. Daher rührt auch der Leitsatz von Start-up-Gründer Roberto Nodale „Scheitern ist natürlich und macht dich stärker“, der die Gesprächsrunde eröffnete und Einblicke gab, wie schwer es ist, als Start-up zu überleben. Mit seinem Unternehmen FrischeFritzen konnte er kurzzeitig große Erfolge feiern, aber die Marke langfristig nicht am Markt etablieren. Die Lehre daraus hat ihn nicht gebrochen, sondern half ihm nach vorne zu blicken und erfolgreich zu werden. So darf er seit  2017 die begehrte Schärpe „Mister Austria“ tragen und seine Expertise rund um Start-ups ist in der Gründerszene weiterhin sehr gefragt.

Gründer und Investoren in der Diskussion vereint

Während der Veranstaltung wurden unterschiedliche Perspektiven eingenommen – nicht nur jene der Gründer und Unternehmer, sondern auch jene der Investoren. Die Präsenz unterschiedlicher Sichtweisen wurden in einem Pitch dreier Gründungsideen mit anschließendem Feedback eindrucksvoll demonstriert. Es zeigte sich, dass trotz gut durchdachter Business-Ideen und -Pläne vieles nicht vorhersehbar und planbar ist. Genau in diesen Details verbergen sich gleichermaßen künftige Fallstricke wie auch Chancen.

From Zero to Hero

Die Keynote hiel Damian Izdebski, ehemaliger DiTech-Gründer und Start-up-Unternehmer, dessen florierender Online-Handel innerhalb kurzer Zeit in den Abgrund gerissen wurde. Er zeigte in seiner Präsentation auch die kulturellen Unterschiede rund um das Scheitern auf, zumal er nach dem geschäftlichen Zusammenbruch in den USA zu einem begehrten Gesprächspartner für angehende Gründer wurde und auch einen äußerst gut dotierten Job angeboten bekam. Letztendlich kehrte Izdebski nach Österreich zurück, wo er bewies, wie wichtig es ist, Chancen zu erkennen und zu nützen. Es gelang ihm mit Unterstützung vorausblickender Investoren, ein neues Unternehmen – die Techbold – zu gründen.

Das Event „Crahskurs“ ist nicht gescheitert

Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde auch auf das Scheitern im Eventgeschehen eingegangen, wovon Norbert Pauli Bauer (Warehouse Inhaber und Beatpatrol Festival Veranstalter), Attila Senkaya und Ilja Jay Lawal (Gründer Good Life Crew) erhellende Einblicke in die Praxis gaben. Lehrgangsleiter Harald Rametsteiner zieht ein positives Resümee: „Das Praxislabor ist der krönende Abschluss des berufsbegleitenden Lehrgangs Eventmanagement. Die Studierenden entwickeln gemeinsam ein Konzept für die praktische Umsetzung der Learnings aus den unterschiedlichen Lehrveranstaltungen bei einem realen Event. Der heurige Jahrgang ist beim 'Crashkurs' nicht gescheitert, die Veranstaltung war ein bemerkenswerter Erfolg.“

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