Die Sprache ist das Werkzeug der Public Relations

Pierre Saffarnia (Leitung Kommunikation / Public Relations, Orthopädisches Spital Speising) spricht über Öffentlichkeitsarbeit.

Pierre Saffarnia spricht über Öffentlichkeitsarbeit

Helmut Kammerzelt (Studiengangsleiter des Bachelorstudiums Media- und Kommunikationsberatung) und Harald Wimmer (Studiengangsleiter des Masterstudiums Media- und Kommunikationsberatung) im Gespräch mit Pierre Saffarnia (Leitung Kommunikation / Public Relations, Orthopädisches Spital Speising): 

Wie schätzen Sie die Entwicklung des Public-Relations-Sektors in Österreich ein?

Die Entwicklung des PR-Sektors ist weiterhin – wie schon seit vielen Jahren – sehr dynamisch, wobei es zu einer immer stärkeren Ausdifferenzierung kommt. Das heißt, die Nischen und Berufsmöglichkeiten innerhalb der PR werden vielfältiger.

Für Studierende, die sich in Richtung Public Relations weiterentwickeln wollen, ist das sicher ein Vorteil im Sinne der vielfältigen Angebote. Wobei dies gleichzeitig bedeutet, dass man sich Spezialkenntnisse (wie beispielsweise Video oder Grafik) aneignen sollte, um am Ball zu bleiben.

Welchen Stellenwert hat die Ausbildung im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit?

Die FH St. Pölten bietet mit dem Studiengang Media- und Kommunikationsberatung – das kann man guten Gewissens sagen – eine profunde, solide Ausbildung sowohl in theoretischer als auch in praktischer Hinsicht.

Mit diesem Studienabschluss ist man in der Regel sehr gut für die Kommunikationsbranche und speziell, wenn dieser Schwerpunkt gewählt wurde, für die PR ausgebildet.

Welche Karrieremöglichkeiten gibt es in der PR-Branche?

Die Karriereleiter in der PR ist eine lange, dafür führt sie auch weit hinauf – praktisch bis zum Account Manager in der Agentur oder PR-Abteilungsleiter im Unternehmen. Fleiß, Neugier, Fähigkeit zur Vernetzung und stete Fortbildung sind Bedingungen für den Erfolg.

Und hier kommt auch die Frage der Spezialisierung zum Tragen: In welcher Nische bin ich gut und kann ich mich weiterentwickeln? Das können zum Beispiel Bereiche sein wie Text, Grafik, Audio/Video, PR-Strategie, Pressearbeit oder Events. Interne Kommunikation, und vieles mehr. Wer sich hier Zusatzkompetenzen aneignet, hat mehr Entwicklungschancen.

Gibt es für Sie als Experte einen aktuell besonders hilfreichen Tipp zum Einstieg in die Öffentlichkeitsarbeit für unsere Studierenden?

Leider haben junge PR-EinsteigerInnen immer wieder Defizite im Bereich unseres grundlegenden Tools: Der Sprache. Die Deutschkenntnisse müssen 1A sein, inklusive Beistrichregeln und allen Besonderheiten der Grammatik, Groß- und Kleinschreibung, Zusammen- und Getrenntschreibung.

Auch ein guter (journalistischer) Schreibstil ist oftmals gefragt. Wie man das lernt? Extrem viel (Qualitätszeitungen) lesen und selbst viel schreiben. Da müssen PR-Talente besser sein als alle anderen. Die Sprache ist unser Werkzeug.

Pierre Saffarnia ist Lektor in der Lehrveranstaltung „Public Relations“ im Studiengang Media- und Kommunikationsberatung.

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