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29 Studierende des Departments Medien und Wirtschaft nahmen an der diesjährigen Summer University in München teil

Summer University 2016

Samstag, der 25. August 2016, es ist brütend heiß in München, als die ersten Studierenden im Derag Living Hotel ankommen. Unter den sonst bekannten Gesichtern aus dem eigenen Studiengang auch viele Unbekannte, denen man heute zum ersten Mal begegnet. Insgesamt wurden 29 Studierende der FH St. Pölten aus den Bachelor- und Masterstudiengängen Medienmanagement, Media Management und Media- und Kommunikationsberatung nach einem FH-internen Auswahlverfahren zur Summer University in München eingeladen.

Die Bewerbung

Bevor es losging, sollten sich die Interessierten auf kreative Art und Weise bewerben. Das Wort „kreativ“ sollte jeder für sich selber definieren. Zur Auswahl standen einerseits der Schwerpunkt Kreativität, unter der Leitung von Prof. Wolfgang Römer, Dozent an der FH St. Pölten und seinem langjährigen Team-Kollegen Dr. Max Schlereth, welchem dieses Jahr der Titel des FH-Honorarprofessors verliehen wurde. Für jene mit dem Wunsch, ein eigenes Unternehmen zu gründen, gab es erstmals das „Start-Up-Camp“. Hier konnten Ideen verfeinert und durch die Hilfe und Gespräche mit Branchenexperten neue Einblicke in die Unternehmensgründung gewonnen werden.

Über Macht und Freiräume

An jenem Samstag im August begegnen sich schließlich die TeilnehmerInnen mit großer Vorfreude in München. Während die Start-Up-Gruppen bereits an ihren Ideen tüfteln, treffen die Kreativen auf die Dozenten Wolfgang Römer und Max Schlereth. Schnell merkt man, wie die kleine Gruppe in den Diskussionen rund um unterschiedliche Themen wie Macht, Freiräume oder den Heimatbegriff gut harmoniert und jeder Tag mit interessanten Gesprächen und neuen Einsichten endet. Natürlich wird nicht nur diskutiert und philosophiert, schließlich wissen die TeilnehmerInnen von den VorgängerInnen, dass ein Projekt erarbeitet werden soll. Ungeduldig warten alle auf den Arbeitsauftrag. Als er schließlich verkündet wird, kehrt unter allen Stille ein, gleichzeitig sieht man verwirrte und erfreute Gesichter, während sich die Kursleiter mit einem verschmitzten Lächeln an der Situation zu erfreuen scheinen.

So einzigartig wie der Arbeitsauftrag ist, so unterschiedlich und facettenreich sind die einzelnen Präsentationen. Von Fotoprojekten, abgearbeiteten Punkten auf einer „Irgendwas-Liste“, bis hin zu verfassten Tagebuchseiten, die vorgestellt wurden, war alles dabei. Die Präsentationen waren für viele eine Möglichkeit, Dinge zu tun, die sie schon immer tun wollten, aber nie die Zeit dafür hatten oder sich schlicht und einfach nie dazu getraut haben. Im Rahmen der Kreativ-Projekte erfährt man viel Persönliches über die anderen TeilnehmerInnen und ist dankbar dafür, dass jeder mutig genug war, einen Teil von sich selbst zu offenbaren. Prof. Römer und Dr. Schlereth sind ebenfalls begeistert von den einzelnen Projekten und bedanken sich bei allen Studierenden.

Am Ende der Woche sind die ehemaligen Fremden zu Freunden geworden. Sie verbindet die gemeinsame Zeit in München, in der sie an Lebensweisheit dazugelernt haben und jeder für sich etwas mutiger, offener und selbstsicherer geworden ist. Die Freunde umarmen sich mit einem Lächeln zum Abschied, wissend, dass sie sich bald wieder in der FH begegnen werden, aber auch, weil sie wissen, dass sie Außenstehenden niemals das Gefühl beschreiben können, das sie mit dieser Woche verbinden. Nur wer dabei ist, kann es voll und ganz verstehen.

Von Emira Abidi

 

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