Die Vielfalt der Praxis der Sozialen Arbeit

Monika Vyslouzil, Peter Pantuček-Eisenbacher, Roman Hackl-Labenbacher und Ingrid Müller.

PraktikerInnen und WissenschafterInnen präsentierten das Buch „30 Tage Sozialarbeit“ von Peter Pantuček-Eisenbacher und Monika Vyslouzil.

Was machen SozialarbeiterInnen in der Praxis? Wie sieht der Berufsalltag in der Sozialen Arbeit aus? Mit diesen Fragen beschäftigen sich Peter Pantuček-Eisenbacher und Monika Vyslouzil in ihrem neuen Buch.

Das Ergebnis ist ein populärwissenschaftliches Buch, das sich in gut lesbarer Form mit dem Alltag von Sozialarbeiterinnen in verschiedensten Bereichen befasst. 30 PraktikerInnen stellen in kurzen Beiträgen den Ablauf eines Tages ihrer praktischen Tätigkeit vor.

Praxis in der Wissenschaft

„Wir versuchen neben hochwissenschaftlichen Büchern auch praxisnahe Literatur zu publizieren“, betonte Monika Vyslouzil, Leiterin des FH-Kollegiums und des Ilse Arlt Instituts für soziale Inklusionsforschung der FH St. Pölten, die große Tradition der Miteinbeziehung von PraktikerInnen in die wissenschaftliche Arbeit am Department Soziales der FH St. Pölten. „Dieses Buch ist auch für all jene geeignet, die SozialarbeiterIn werden wollen.“ Darüber hinaus eignet sich der Band allen an der Sozialen Arbeit Interessierten ebenso wie Studierenden zur Lektüre. Es verbindet die theoretische Arbeit an der Fachhochschule mit der Tätigkeit der Menschen in der sozialarbeiterischen Praxis.

Lesung in der FH-Bibliothek

Am 1. Dezember 2015 stellte Vyslouzil gemeinsam mit Peter Pantuček-Eisenbacher, Leiter des Departments Soziales an der FH St. Pölten, den Band in der Bibliothek der FH St. Pölten vor. Ingrid Müller und Roman Hackl-Labenbacher lasen Auszüge aus ihren Beiträgen im Buch.

Ingrid Müller ist Absolventin des Master Studiengangs Soziale Arbeit und Sozialarbeiterin im Jugendzentrum Steppenwolf. Das Buch „‚Hilfe, ich bin Helfer!‘ – über Risiken und Nebenwirkungen in der Sozialen Arbeit“, das sie gemeinsam mit Simone Hinterecker und Frederick Moes veröffentlicht hat, wurde 2014 mit dem Sonderpreis beim AKNÖ-Wissenschaftspreis 2014 ausgezeichnet. In humorvoller Weise berichtete sie über den Alltag im Jugendzentrum.

Roman Hackl-Labenbacher arbeitet seit nunmehr fünf Jahren als Sozialarbeiter beim Sozialen Dienst der Justizanstalt Stein. „Das Schreiben an dem Band war etwas durchaus Lustvolles“, so Hackl-Labenbacher. Er erzählte von einem Alltag, der davon geprägt ist, Freiräume innerhalb sehr enger Grenzen zu suchen und Gefängnisinsassen so den Alltag während ihrer Haft zu erleichtern.

„Ziel der Lesung war, die große Bandbreite der Sozialen Arbeit abzustecken“, so Eva Grigori, die als Lektorin am Band mitgearbeitet hat. Die Auswahl der Beiträge zeige die enorme Vielfalt der Tätigkeiten von SozialarbeiterInnen. So werde auch der Austausch zwischen den einzelnen Disziplinen gefördert.

Ein buntes Buch

„Die Idee zu diesem Buch ist lange in unseren Köpfen herumgegeistert,“ berichtete Peter Pantuček-Eisenbacher, „es versammelt nicht Best-practice-Beispiele, sondern zeigt, wie sich der Alltag von SozialarbeiterInnen tatsächlich abspielt, mit allen Ecken und Kanten.“ „Wir wollten kein schönes Buch“, ergänzte Vyslouzil, „wir wollten ein buntes Buch.“

Das Projekt ist noch nicht zu Ende. Viele Bereiche der Sozialen Arbeit konnten in dem Buch nicht behandelt werden, Pantuček-Eisenbacher stellte daher eine Fortsetzung des Bandes in Aussicht.

Buchinformation

30 Tage Sozialarbeit. Berichte aus der Praxis
Peter Pantuček-Eisenbacher, Monika Vyslouzil (Hg.)
LIT Verlag, 2015, Reihe: Sozialpädagogik, Bd. 27
288 Seiten, € 30,80
ISBN 978-3-643-50680-1

 

Jetzt teilen: