Digital Healthcare Exkursion

Studierende des 3. Semesters besuchten Therapieeinrichtungen für die Betreuung nach infantiler Zerebralparese im Rahmen eines Praxisseminars.

Ein optimaler Versorgungsprozess nach Erkrankungen oder Unfällen bedarf einer guten interdisziplinären Zusammenarbeit mehrerer Berufsgruppen im Gesundheitswesen. Am Beispiel der infantilen Zerebralparese (darunter versteht man eine Bewegungsstörung aufgrund einer frühkindlichen Hirnschädigung) wurde der Therapieprozess im Rahmen des Praxisseminars „Versorgungskette bei ausgewählten klinischen Krankheitsverläufen“ in zwei unterschiedlichen Settings kennengelernt.

Hippotherapie

Unter Hippotherapie versteht man eine spezielle physiotherapeutische Maßnahme, die bei behinderten und kranken Personen das Pferd und dessen dreidimensionale Rückenbewegung unter medizinischen Gesichtspunkten einsetzt. So können Bewegungsabläufe gelernt und geübt werden, aber auch das Gleichgewicht, die Koordination, die Atmung und die gesamte Sensorik können in der Hippotherapie positiv beeinflusst werden. Die Einsatzmöglichkeiten und der Wirkungsbereich der Hippotherapie nach einer Zerebralparese wurde von der Physio- und Hippotherapeutin, Frau Renate Bilik, MSc, während der Therapie mit drei Kindern und Jugendlichen im Reitverein Gaaden bei Wien veranschaulicht. 

Hippotherapie

Verantwortung und Kompetenz für besondere Kinder und Jugendliche

Im Anschluss wurden im VKKJ Ambulatorium in Wien Liesing die Therapieräumlichkeiten und Behandlungsmaterialien für die Versorgung von körper- und mehrfachbehinderten Kindern und Jugendlichen besichtigt und ausprobiert. Besonders positiv in dieser Einrichtung ist die vielfältige interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen der ärztlichen Versorgung, der Physiotherapie, Ergotherapie, Psychologie, Sexualpädagogik und Musiktherapie sowie das umfangreiche Therapie- und Freizeitangebot für die Betroffenen und deren Angehörige. Der Versorgungsprozess wird für jede/n Patienten/in individuell im Team abgestimmt und über die gesundheitlichen Bedürfnisse hinaus auch auf soziale und persönliche Erwartungen erweitert.

Durch diese Exkursion war die Verknüpfung der theoretischen Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Krankheitsbildern mit dem unmittelbaren und praxisnahen Erfahrungsgewinn möglich. Das Team und die Studierenden des Studiengangs Digital Healthcare bedanken sich bei allen Kindern, Jugendlichen, Eltern und TherapeutInnen für den interessanten Nachmittag.

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FH-Prof. Doppler Jakob, MSc

FH-Prof. Jakob Doppler, MSc

Studiengangsleiter Digital Healthcare (MA)
Department Medien und Digitale Technologien