Digital Storytelling-Arbeiten beim Viertelfestival

Die TeilnehmerInnen während des ersten Workshops an der FH St. Pölten.

Team der FH beteiligt sich beim Projekt „Her Kommen ǀ Da sein ǀ Weg gehen“

Ein Team der FH St. Pölten unter der Leitung von FH-Prof. Rosa von Suess (Leiterin Forschungsgruppe Media Creation) wirkte im Projekt „Her Kommen ǀ Da sein ǀ Weg gehen“ im Rahmen des Viertelfestivals Mostviertel 2016 mit. Dabei stehen sechs Menschen im Fokus, die im Mostviertel angekommen sind und mit ihrer Geschichte durch Digital Storytelling ein digitales Dokument schaffen. Ziel ist es, das gemeinsam erfolgte Gespräch im Rahmen einer Serie von Projektionen in den öffentlichen Raum zu tragen. Die Arbeiten, die innerhalb des Projekts entstanden sind, wurden beim Viertelfestival am 15. Juni in St. Pölten gezeigt. Darüber hinaus sind sie auch noch beim Open Air Kino in St. Pölten zu sehen.

Die Arbeiten wurden in zwei Schritten erstellt: in einem Gesprächskreis bzw. Workshop mit ZeitzeugInnen und MultiplikatorInnen sowie in einem zweiten Workshop, der zur Verarbeitung des Digital Storytelling Know-Hows diente.

Gesprächskreis mit ZeitzeugInnen und MultiplikatorInnen

In einem Gesprächskreis und Workshop unter der Leitung von Gert Dressel (Dokumentation lebensgeschichtlicher Aufzeichnungen) in Zusammenarbeit mit Rosa von Suess stand Digital Storytelling im Fokus. Dabei erarbeiteten ZeitzeugInnen zunächst ihre Geschichten vom Weggehen und Zuziehen aus dem und ins Mostviertel. In einem zweiten Schritt wurden Teams aus einem/r Zeitzeugen/in sowie zwei oder drei MultiplikatorInnen gebildet, die gemeinsam die digitale Erzählung gestalten. Hierbei wurden die Teams durch einen Experten bzw. eine Expertin aus dem Bereich Medientechnik unterstützt.

Workshop zur Verarbeitung des Digital Storytelling Know-Hows

Aufbauend auf diesen ersten Workshop widmete sich ein zweiter unter der Leitung von Rosa von Suess zusammen mit ihren MitarbeiterInnen Jennifer Biechele, Georg Kuntner und Harald Prochaska der Umsetzung des Digital Storytelling Know-Hows. Hierbei erarbeitete das Team der FH St. Pölten zusammen mit den ZeitzeugInnen Formen der Erzählung ihrer Migrationsgeschichte auf Basis jener Inhalte, die die ZeitzeugInnen im Erzählkreis, geleitet von Gert Dressel, erarbeitet und aufgenommen haben.

Das Konzept zur Darstellung einzelner Migrationsgeschichten der beteiligten Zeitzeugen folgt hierbei den Mustern der Digital Storytellings, d. h. die Gestaltung folgt ausnahmslos dem Rhythmus der von den Zeitzeugen erzählten Zeit. An diesem Prozess sind weitere Personen beteiligt, um dabei integrierte Medienkompetenz zu erlangen und in weiterer Folge selbständig mit ZeitzeugInnen weitere digitale Erzählungen verarbeiten zu können. Da die Umsetzung beim Digital Storytelling über eine leicht verfügbare technische Ausstattung erfolgt, können die geschulten TeilnehmerInnen über das Projekt hinaus weiterarbeiten.

Produktives Umfeld für künftige Arbeiten

Projektleiterin und Leiterin des Zentrums für Migrationsforschung Dr. Rita Garstenauer zur Projektidee und Umsetzung: "Die Frage war, wenn Laien digitale Mediengestaltung machen – wie professionell darf das sein? Wir haben entschieden, dass die digitalen AutobiografInnen das beste Know How zur Verfügung haben sollten, das wir ihnen vermitteln können. Mit den von der Forschungsgruppe Media Creation gestalteten Workshops und der Unterstützung bei der Ausarbeitung konnten die ErzählerInnen mit ihren Teams ihre Ideen dann auch optimal umsetzen. Die Ergebnisse können sich wirklich sehen lassen!"

Rita Garstenauer verdeutlichte zudem, dass die Beratung durch Medienprofis und die vorbereitenden Workshops für die ErzählerInnen und MuliplikatorInnen ein sehr produktives Umfeld geschaffen haben: "Ziel für uns war es, den Wissenstransfer an die fünf Produktionsteams so zu gestalten, dass Medientechnik als Hilfsmittel für die Umsetzung der AutorInnen-Geschichten diente und dass die vorhandene Medienkompetenz innerhalb der Teams eingesetzt werden konnte.“

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